Standing Ovations für Gerda Ocker

Kirchenvorsteherin Susann Lichterfeld, hier mit Töchterchen Selina, überreichte nach dem Konzert Blumen an (von links): Holger Kiesé, Gerda Ocker und Corinna Staschewski. Foto: K. Raap

95-Jährige für musikalisches Schaffen mit Konzert geehrt

Krähenwinkel (kr). Zum Schluss gab es Standing Ovations für Gerda Ocker. 75 Zuhörer des Konzertes in der Matthias-Claudius-Kirche feierten die 95-Jährige für ihr künstlerisches Schaffen. Der Riesenbeifall galt natürlich auch dem Pianisten und Moderator Holger Kiesé und der Sopranistin Corinna Staschewski, die die Lieder von Gerda Ocker eindrucksvoll umsetzten. Holger Kiesé ist längst ein bekannter evangelischer Diakon, Kirchenmusiker und Liedermacher. Seit 2005 ist er freiberuflicher Musikpädagoge, vielseitiger Chorleiter und Referent für musische-kreative Gemeindepraxis. Corinna Staschewski ist professionell auf vielen Bühnen der Konzertwelt zu Hause, als Solistin bei Opern- und Operettenproduktionen renommierter Orchester. Die Veranstaltung in Krähenwinkel lief unter der Überschrift „Der helle Tag ist da – von Sonne, Wolken, Herbst und anderen Werken“. Alle Texte und Melodien beim Kirchenkonzert stammten aus der Feder von Gerda Ocker. Holger Kiesé steuerte dazu verschiedene Klavierbegleitsätze bei. Gerda Ocker, 1919 in Hannover geboren, kam bereits als Kind nach Krähenwinkel. Bis 1978 war sie an verschiedenen Langenhagener Schulen tätig. Nach ihrer Pensionierung hatte sie endlich Zeit und Muße, um ihrer großen Leidenschaft nachzukommen, dem Verfassen von ernsten, heiteren und auch sehr humorvollen Gedichten und deren Vertonung. Als Lehrerin hatte sie nicht nur Kunstunterricht gegeben, sondern so nebenbei auch noch Theaterstücke geschrieben. Spätestens seit Oktober vergangenen Jahres ist sie keine Unbekannte mehr in Langenhagen, als sie während einer Kunstausstellung der Malerin Heinke-Elisa Brauns im Rathaus Langenhagen breitgefächerte Poesie aus eigener Feder vorgetragen hatte. Das tat sie jetzt auch in der Matthias-Claudius-Kirche, als sie mehrere ihrer Texte rezitierte. Zusätzlich beantwortete sie auch Fragen aus dem Zuhörerkreis, darunter auch ehemalige Schüler zu denen auch der Verfasser dieses Berichtes gehörte. Ein toller Abschluss dieses Konzertes: Die Zuhörer sangen gemeinsam das zuvor schon vorgestellte Lied „Das Wunder“. Holger Kiesé führte dabei Regie und sorgte dafür, dass die Interpretation durch die Besucher durchaus Chorcharakter hatte.
Spenden nach der Vorstellung kamen dem speziellen „Wunschgroßeltern-Projekt“ zugute, das im nächsten Jahr anlaufen soll. Vor allem berufstätige Ehepaare könnten durch Ehrenamtliche, die selbst keine Enkelkinder vor Ort haben, entlastet werden. Diesen Brückenschlag der Diakonie Hannover-Land will die Matthias-Claudius-Gemeinde umsetzen, engagiert unterstützt auch durch Kirchenvorsteherin Susann Lichterfeld.