Stau erkannt, Straßenbau erwünscht

35 Hektar Fläche für Gewerbe am Flughafen

Langenhagen (gg). Auf weiteren Flächen, die zur Flughafen GmbH gehören, soll Gewerbe angesiedelt werden – insgesamt rund 35 Hektar Fläche. Voraussetzung dafür sind Bebauungsplan-Änderungen, sodass nun seitens Verwaltung und seitens des Rates Einflussnahme möglich ist. „Wir wollen die Pläne des Flughafen-Betriebs nicht behindern, machen aber von unserem Planungsrecht Gebrauch“, kommentierte Michael Horn (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungs- und Umweltausschusses. Er schloss sich damit an Marco Brunotte (SPD) an, der zuvor die Verkehrsproblematik erläutert hatte. Zug um Zug oder gar vorab müsse der Straßenbau realisiert werden. Damit nimmt er die Vorgabe der Stadtverwaltung auf. In der entsprechenden Drucksache wird ausführlich darauf hingewiesen, dass die Verkehrsengpässe (Bereiche Europaallee und Schwabenstraße) jetzt schon erheblich sind. Marco Brunotte erläuterte, dass in Kooperation mit den Anteilseignern des Flughafens (Land Niedersachsen, Stadt Hannover, Stadt Langenhagen und Flughafen GmbH) eine Standortanalyse erstellt werden muss. Er sieht „den Flughafen auch in der Pflicht“ in Bezug auf Verkehrslösungen. Claudia Hopfe (CDU) sprach sich für die Weiterentwicklung der Gewerbeansiedlung aus, betonte ebenfalls die notwendige Verkehrsplanung. Werner Knabe (BBL) bezweifelte, dass das Parallele (Gewerbeansiedlung und Straßenausbau), zeitlich machbar sein wird. Einstimmig sprach sich das Gremium für den Auftrag an die Stadtverwaltung aus, der Flughafen-Geschäftsführung Gespräche anzubieten.