Stell dir vor, es ist Olympia

Start zum Zehn-Kilometer-Zeitfahren bei den Special Olympics für Menschen mit einer geistigen Behinderung. (Foto: O. Krebs)

Nationale Wettbewerbe wären beinahe untergegangen

Langenhagen (ok). Der rasende Roland – ein Begriff, der deutschlandweit bekannt ist. Es war aber nicht Bäderbahn der Insel Rügen, die am Donnerstag in Langenhagen auf der Pferderennbahn eingesetzt war. Gemeint war vielmehr Roland Anton von den Schwarzwaldstätten, der zum 1.000-Meter-Zeitfahren im Radrennen angetreten war. Die Radwettbewerbe der Special Olympics, der nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung – unter anderem mit Straßenrennen, über 15 Kilometer, zehn Kilometern, fünf Kilometer, 1.000 Meter und auch auf dem Dreirad – gingen in der abgelaufenen Woche auf dem Parkplatz der Neuen Bult in Langenhagen über die Bühne. Frenetisch angefeuert wurden die Aktiven am Donnerstagnachmittag von einer Schulklasse der IGS Langenhagen. Das ECHO hatte zwar rechtzeitig über die Veranstaltung berichtet, sonst wurde für dieses besondere Ereignis allerdings wenig die Werbetrommel in der Flughafenstadt gerührt. Langenhagen war eine von 20 Wettkampfstätten in Hannover und den umliegenden Kommunen. Das Gelände gehört zur Stadt Hannover, deshalb sei Langenhagen originär gar nicht zuständig und müsse deshalb auch nicht informiert werden. Gleichwohl sei bekannt gewesen, dass Wettbewerbe auf Langenhagener Territorium stattfinden., auch wenn das städtische Personal nicht involviert gewesen ist. Also kurz gesagt: Stell dir vor es ist Olympia, und keiner weiß Bescheid.