Sternsinger brachten Segen in das Rathaus

Jonathan schrieb die Segensformel über die Rathaustür. (Foto: G. Gosewisch)

Aktion der katholischen Liebfrauengemeinde

Langenhagen. „Christus mansionem benedicat“, lateinisch für „Christus segne dieses Haus“, war die Botschaft, die die Sternsinger der katholischen Liebfrauengemeinde am Montagmittag in das Rathaus brachten. In den Kostümen der Sterndeuter Caspar, Melchior und Balthasar führten zehn Kinder, entsandt aus dem Neujahrsgottesdienst, den Jahrhunderte alten Brauch zum Erbitten von Gaben fort und schrieben das sichtbare Zeichen 20*C+M+B+15 über die Rathaustür.
Diese früher als Bannmittel, heute als Segensbitte geltende Formel soll den Segen Gottes auf das Haus und seine Bewohner herabrufen und sie vor Unglück schützen.
„In älteren volkskundlichen Abhandlungen herrscht die Deutung der Buchstaben als Initialen der drei Könige vor. Im Neuen Testament werden sie nicht als Könige bezeichnet, auch gibt es keine Angabe über ihre Anzahl. Diese Angaben entstammen einer Legendenbildung“, erklärt Pfarrer Klaus-Dieter Tischler vor Ort. Zusammen mit Gemeindereferent Wolfgang Frost unterstützt er die Jugendlichen Danny, Olivia, Ellen, Kathrin, Franziska, Nina, Caroline, Maria, Jonathan und Anette aus der Gemeinde; die siebenjährige Ellen war das erste Mal dabei, der 15-jährige Jonathan bereits das achte Mal. Rund 120 Haushalte haben sie in Langenhagen in den vergangenen Tagen besucht, gesungen und um Gaben gebeten. Die sind für den Solidaritätsfonds „Kinder helfen Kindern“ und das Hilfswerk Missio bestimmt, mit dem der Hunger auf der Welt gemildert werden soll.
Dank für die Aktion der Liebfrauengemeinde sprach Bürgermeister Mirko Heuer, selber kein Mitglied der katholischen Gemeinde, bei der Begrüßung der Sternsinger aus und überreichte eine Spende. Er hat nachgelesen. Demnach sind im vergangenen Jahr beim Sternsingen bundesweit Spenden in Höhe von 44,5 Millionen Euro eingesammelt worden. Rund eine halbe Million Kinder waren dafür im Auftrag der katholischen Kirche auf den Straßen unterwegs und haben an fremden Haustüren geklingelt.