„Steuerliche Bedeutung“

Marco Brunotte, Günter Lenz, Bernd Huchzermeyer und Willi Minne im Gespräch. (Foto: G. Gosewisch)

Brunotte und Minne besuchten VGSG

Godshorn (gg). Um einen kontinuierlichen Gesprächsaustausch mit Unternehmen ist Ratsherr Marco Brunotte, Mitglied des Landtags für Langenhagen, routinemäßig bemüht. Immer wieder besucht er ansässige Firmen. Zusammen mit Godshorns Ortsbürgermeister Willi Minne informierte er sich über die Volkswagen Gebrauchtfahrzeugshandels und Service GmbH (VGSG) im Alemannenhof, was auch auf die Vermittlung von Günter Lenz zurückgeht. Lenz ist neben Bernd Huchzermeyer Geschäftsführer der VGSG, war aber auch politischer Vorgänger von Marco Brunotte, wurde 2003 in den Landtag gewählt. Im VW-Konzern hat er mit einer Ausbildung zum Werkzeugmacher angefangen, wurde später Betriebsratsvorsitzender. Bei der Präsentation des Geschäftsmodells der VGSG wurde schnell klar, um welche wirtschaftlichen Dimensionen es geht. Gebrauchte Nutzfahrzeuge (ehemalige Dienstwagen von VW, Rückläufer von Flottenkunden oder aus Leasingverträgen) werden über das Online-Portal „TurnTable“, in dem VW-Händler aus rund 3.000 Nutzfahrzeugen wählen können und über „TradePorts“, Gebrauchtfahrzeugzentren für VW-Nutzfahrzeuge, gewinnbringend an Endkunden vermarktet. „Unser Ziel ist, den Restwert auf einem möglichst hohen Niveau zu halten. Das steuern wir“, erklärt Huchzermeyer. Dafür werden die Gebrauchtwagen nach festen Vorgaben aufgearbeitet: beispielsweise wird die Farbe, die Motorisierung oder die sonstige Ausstattung so verändert, dass sich die Fahrzeuge optimal, also dem analysierten Kundenwunsch entsprechend, weitervermarkten lassen. Die VGSG baut ihren Marktanteil aus, liegt bei 70 Prozent der jungen Gebrauchten. Die Steuerung der VGSG geht so weit, dass eine Förderung des VW Neuwagenabsatzes durch Stützung des Flottengeschäfts mit gezielten Angeboten von Buy-Back-Geschäften angewendet wird. Mit einem jährlichen Umsatz von rund 400 Millionen Euro bei rund 18.000 abgesetzten Fahrzeugen ist innerhalb der letzten zehn Jahre seit der Firmengründung ein beträchtliches Niveau erreicht worden. „Die steuerliche Bedeutung für Langenhagen ist beachtlich“, kommentiert Brunotte und ist beeindruckt von den fairen Arbeitsbedingungen für qualifizierte Arbeitskräfte, die nach Tarifvertrag der Niedersächsischen Metallindustrie bezahlt werden. Seine Zusammenfassung: „Der Besuch stärkt uns in der politischen Linie, für einen ausgewogenen Branchenmix in Langenhagen zu sorgen und möglichst breit aufgestellt zu sein, auch in der Flächenbevorratung. Die zum Teil sehr einseitige Entwicklung im Bereich Logistik in den letzten Jahren in Langenhagen muss durch Dienstleistungen, Aufwuchs im Bereich Büroflächen und produzierendes Gewerbe ergänzt werden.“