Strafrunde bei Fehlschuss

Uwe Eikemeier (links) und Friedel Rodewald sind die Cheforganisatoren des dritten Sommerbiathlons. Foto: E.A. Nebig

Schützengesellschaft richtet Sommerbiathlon aus

Langenhagen (ne). Am Sonnabend, 31. Juli, findet auf den SCL- Sportanlagen an der Leibnizstraße der dritte Sommerbiathlon statt. Ausrichter ist die Schützengesellschaft Langenhagen; Unterstützung gewähren Mitglieder aus den Vereinen der Schützen-Gemeinschaft Langenhagen. Teilnehmer sind Schützenvereine sowie Sport- und Firmenmannschaften. Die Veranstaltung sieht ab 9 Uhr ein Anschießen, ab 9.30 Uhr Sprintwettkämpfe mit Massenstarts in verschiedenen Klassen und ab 13.30 Uhr Staffelwettkämpfe vor. In drei Durchgängen müssen Schützen oder Schützinnen drei Laufgänge über 1.000 Meter absolvieren und in den beiden Zwischenpausen mit Luftdruck-Sportwaffen jeweils fünf Schuss in der Disziplin: Luftgewehr zehn Meter, Auflage, abgeben. Ein Fehlschuss wird mit einer 50-Meter-Lauf-Strafrunde geahndet. Nach den Wettkämpfen werden Erinnerungsmedaillen verliehen. Die Siegerehrung mit Urkunden und Pokalen findet aber erst während des Schützenfestes am Sonntag, 29. August, um 19 Uhr statt. Die Ausrichter hatten diesmal aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft sowie der Ferien Terminschwierigkeiten. Einladungen wurden aber bereits vor Wochen an alle schießsporttreibenden Vereine in der Region sowie an Firmen und Vereine verschickt. Es gab viele Zusagen, die Veranstalter hoffen trotz der Ferien auf gute Resonanz. Zuschauer sind bei freiem Eintritt herzlich willkommen. Für das leibliche Wohl sorgt Schützenbruder Peter Gümmer mit Leckereien vom Grill und Getränken zu moderaten Preisen. Zum zweiten Mal kommt bei der Veranstaltung eine mobile Schießsportanlage zum Einsatz, die bis heute ein Novum ist. Damit hat es folgende Bewandtnis Zu den Feierlichkeiten zum 100. Gründungstag der Schützengesellschaft Langenhagen von 1908 gehörte ein Biathlon-Wettkampf im Walter-Bettges-Stadion. Die Idee brachte Uwe Eikemeier ein, der diese Disziplin des Schießsports bei einer Geschäftsreise kennen gelernt hatte.Mit Unterstützung seines Schützenbruders Friedel Rodewald, dem Unicef-Lauf-Organisator Rainer Lohse, dem Organisator der städtischen Schießen, Michael Freiberg, Geschäftsleuten, Mitgliedern der Schützengesellschaft sowie weiterer aus den Schützenvereinen Brink und Langenforth,setzte er seine Idee als Sponsor in die Tat um. Mit ausgeliehenen Gerätschaften wurde der erste Biathlon ein Erfolg! Grund für eine Wiederholung, die 2009 mit großer Beteiligung auf dem SCL-Gelände über die Bühne ging Für den Cheforganisator ein Traum, der wahr wurde. Zur zweiten Veranstaltung ließ Uwe Eikemeier eine transportable Schießsport-Anlage anfertigen. Sie wurde nach seinen Vorgaben und einer Statik von Jürgen Godorr in seinem Betrieb in Lucka/Thüringen von Tischlermeister Peter Wittenberger geschaffen. Über die Herstellungskosten schweigt sich der bescheidene Geschäftsmann und begeisterte Traditions- und Sportschütze bis heute aus. „Wir benötigten eine transportable Anlage, damit wir unabhängig sind und besondere Schießsport-Wettkämpfe durchführen können, nicht nur den Biathlon, punktum“, sagte er dem ECHO auf Anfrage.