Streit um Hortplatzangebot

Sozialdezernentin reagiert auf Vorwürfe

Langenhagen. Mit klarstellenden Hinweisen reagiert Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch auf die massive Elternkritik zum Hortangebot in Kaltenweide - das ECHO berichtete. Hier ihre Anwort speziell auf eine entsprechende Anfrage des Vereins "Bürger für Kaltenweide": "Zunächst habe ich das konkrete Ausmaß des Hortplatz-Bedarfs in Kaltenweide als unvorhersehbar bezeichnet, nicht den Bedarf an sich. Anders als bei den Kita-Plätzen, wo wir konstant eine Nachfrage nahe einhundert Prozent haben, hängt die Nachfrage nach Hort- und Krippenplätzen stark von der individuellen Lebenssituation der Eltern ab. Eine Planung mit pauschalen Versorgungsquoten ist deshalb nur ein Anhaltswert. Hinzu kommt, dass die im Frühjahr gemeldeten Hortbedarfe sich erfahrungsgemäß bis zum Schuljahresbeginn deutlich verändern (beispielsweise aufgrund der Übernahme der Betreuung durch Großeltern, spätere Einschulung aufgrund der Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen, Wechsel der Kinder an andere Schulen, veränderte Lebensumstände wie Arbeitslosigkeit eines Elternteils). Schon in den vergangenen Jahren haben wir das Hortangebot in Kaltenweide und Krähenwinkel erheblich ausgebaut mit dem Ergebnis, dass die Hort-Versorgungsquote in diesem Sozialraum höher ist als im übrigen Stadtgebiet. In Kaltenweide/Krähenwinkel haben wir wegen der erwarteten großen Nachfrage in diesem Jahr den Abgleich der Wartelisten zeitlich vorgezogen. Der Vorwurf "Problem aussitzen" ist verfehlt. So bleibt uns mehr Zeit, die in der Ratssitzung angekündigten Vorschläge zu Ausweitung des Angebotes für das neue Schuljahr 2016/2017 zu entwickeln und umzusetzen."