Streit um rote Schuhe

Der "rote Schuh" ist für Maren Rietschel kein Spaß in der Ratssitzung. (Foto: G. Gosewisch)

Ratssitzung gleicht einem Spielplatz

Langenhagen (gg). Wahrlich bemüht hat sich Mirko Heuer, CDU-Mitglied im Rat, um die Akzeptanz seines Antrages zur Einsetzung von Spielplatzpaten – vergeblich, denn die Ratsmehrheit mit SPD und Bündnis 90/Die Grünen lehnte ab und stimmte in der jüngsten Ratssitzung dagegen. Heuer geht es um mehr Bürgerengagement, um Unterstützung und Entlastung für die Verwaltung. „Freiwillige haben sich gemeldet, die auf Spielplätzen nach dem Rechten sehen wollen. Als Paten sind sie feste Ansprechpartner, was kann denn daran schlecht sein. Zudem kommen diese Freiwilligen nicht aus CDU-Reihen“, so sein Appell. SPD-Ratsmitglied Anja Sander und Maren Rietschel, Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen, dazu: „Die Verwaltung kümmert sich bereits um die Ordnung und Sicherheit auf Spielplätzen. Spielplatzpaten sind unnötig.“ Diese Haltung wollte ULG-Ratsmitlglied Wilhelm Behrens nicht länger unkommentiert lassen. Immer wieder werden die Anträge der Opposition für mehr Bürgerfreundlichkeit von SPD und Bündnis90/Die Grünen nur aus parteipolitischen Prinzipen abgelehnt, egal wie bürgerfreundlich oder sinnvoll sie sind, so seine Meinung und überreichte Rietschel einen roten Schuh. „Das ist symbolisch für eine rote Karte“, erklärt er seine Absicht mit humorigem Unterton. Karten seien ja eher etwas für Fußballspieler, für eine Frau passe da ein Schuh besser. „Ich trage gerne und sehr oft rote Schuhe, aber das hier ist beleidigend“, entgegnete Rietschel und sieht keinen Spaß in der Aktion. Dirk Musfeldt, Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, beurteilte das genauso. „Ihre Aktion ist frauenfeindlich“, so sein Kommentar zu Behrens.