Stühlerücken im Rathaus

Angebote für Flüchtlinge und Beginn der Gartensaison

Langenhagen (dl). Im Zuge der Strukturreform in der Verwaltung wurde das klassische Ordnungsamt, zugehörig zum Geschäftsbereich des Bürgermeisters, umgestaltet zur Abteilung Sicherheit, Ordnung und Umwelt. Dessen Aufgabenbereich umfasst die Gefahrenabwehr, das Ordnungs- und Straßenverkehrswesen sowie Angelegenheiten der Feuerwehr. Das Ressort Gefahrenabwehr, einschließlich Evakuierungen im Falle von Bombenräumungen, wird geleitet von Janine Burger, die Ressorts Ordnung und Umwelt übernimmt Boris Erhardt, ehemals Vorsitzender des Personalrats. An dessen Stelle als Personalratsvorsitzende tritt Christel Kolossa-Saris, die bisherige Leiterin des Büros für Bürgerengagement, das unter anderem den „Langenhagener Freiwilligentag“ organisiert hat und welches nun aufgelöst wird. Was aber nicht heißt, dass ehrenamtliches Engagement in Zukunft nicht mehr stattfindet. Das Büro gehört künftig zum Geschäftsbereich der Abteilung 13, Marketing und Kommunikation, verantwortlich für die Außendarstellung der Stadt und mit der Integrationsbeauftragten Justyna Scharlè außerdem auch zuständig für die Koordination der ehrenamtlichen Helfer. Zusammen mit Doris Lange vom Sozialberatungsdienst kündigte Scharlè die Einrichtung von Ein-Euro-Jobs für Asylsuchende an. Das Angebot wird von verschiedenen Trägern unterstützt und ist gedacht für leistungsberechtigte Flüchtlinge, die bereits Deutschkurse besuchen und über entsprechende Sprachkenntnisse und berufliche Qualifikationen verfügen. Eingesetzt werden sollen die Bewerber beispielsweise im Stadtarchiv, im Betriebshof und im zentralen Verwaltungsservice. Im Rahmen einer Vorrangprüfung wird zuvor sichergestellt, dass auf diese Weise keine vollwertigen Stellen ersetzt werden. Weitere Maßnahmen zielen darauf ab, entsprechend qualifizierte Flüchtlinge in Berufspraktika zu vermitteln. Wirtschaftsförderer Jens Monsen plant dazu, wenn die Voraussetzungen es zulassen, mit Flüchtlingen Bewerbungsmappen erstellen zu lassen, um im Rahmen der Integration und in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsclub gezielt auf Unternehmen zugehen zu können. Wie anderswo auch, hat in Langenhagen die Gartensaison begonnen und damit ist auch wieder der Betriebshof an der neuen Bult am Sonnabend von 9 bis 12 Uhr für die kostenlose Annahme von Grünschnitt geöffnet. Mit Ausnahme des 26. März, dem Ostersonnabend, und letztmalig in diesem Jahr am 29. Oktober. Privatpersonen können einmal täglich bis zu einen Kubikmeter Baum,- Hecken- Strauch- und Rasenschnitt sowie Laub aus Privathaushalten anliefern. Wenn der Container voll ist, erfolgt für diesen Tag keine Annahme mehr. Geöffnet ist der Betriebshof von Montag bis Donnerstag von 9.oo bis 15.oo Uhr und freitags von 9 bis 11.3o Uhr. Weitere Annahmestellen stehen in Kaltenweide,
Krähenwinkel und in Schulenburg zur Verfügung. Mit der Samstagsöffnung hofft die Stadt, die wilde Entsorgung von Grünschnitt eindämmen zu können. „Wer sein Grüngut einfach über der Zaun in die Landschaft kippt, wirft ihn dem nächsten Nachbarn und damit auch der Stadt vor die Füße“, beklagt sich die Leiterin der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe, Ursula Schneider. Grüngut verrotte auch nicht einfach und schon gar nicht in den Mengen, die immer wieder vorgefunden würden. Alle Pflanzen, die sich darunter befinden, würden ersticken und absterben. Gleiches gilt für viele Beete überwiegend im Straßenraum von Neubaugebieten. Hier sind es illegal abgelegte Müllsäcke, die oft über längere Zeit dort liegen und damit die Pflanzen darunter zerstören. „Und dann beschweren sich die Bürger, wie ungepflegt die Beete aussehen“. Über soviel Unvernunft kann Stadtbaurat Carsten Hettwer nur den Kopf schütteln.