Superintendent zeigte den Weg auf

Die Pastoren Dorothee Renner-Venz und Claus Venz beim Abschiedsgottesdienst in der Matthias-Claudius-Gemeinde. (Foto: D. Lange)

Pastoren-Ehepaar Venz verlässt die Gemeinde

Krähenwinkel (dl). Es war ein Abschied, der geprägt war von durchaus zwiespältigen Gefühlen. Ein Eindruck, der sich einem, auch ohne Einzelheiten zu kennen, förmlich aufdrängte im Verlauf des Gottesdienstes in der Matthias-Claudius-Kirche. Fast kühl, distanziert und in dem Bemühen aller Beteiligten, den Tag möglichst mit Anstand und Haltung zu Ende zu bringen. Dorothee Renner-Venz und ihr Mann Claus Venz warfen vor ihrer Entpflichtung durch Superintendent Holger Grünjes noch einmal einen Blick zurück auf siebeneinhalb Jahre Gemeindearbeit in Krähenwinkel und Kaltenweide und auf das, was vor ihnen liegt. Am 1. März werden sie eine neue Stelle im Kirchenkreis Nienburg annehmen als Springer, mit einem kleinen Stellenanteil an der Nienburger Martinskirche. Für sie sei es wie ein Aufbruch, ein notwendiger Neuanfang, aber auch eine Herausforderung, so wie 2010, als sie, aus dem Osnabrücker Land kommend, die Pfarrstelle in einer Kirchengemeinde übernahmen, die mit Krähenwinkel, Kaltenweide, dem Weiherfeld und den Seestädten einen ganz eigenen Charakter besitzt. Der Wechsel nach Nienburg falle ihnen keineswegs leicht, sagen sie. Auch wenn es letztlich ein konsequenter und notwendiger Schritt gewesen sei auf dem Weg zu einer neuen Aufgabe, um eine zunehmend schwieriger gewordene Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand und dem Pfarramt zu beenden. Unterschiedliche Sichtweisen auf die jeweiligen Arbeitsbereiche seien nicht unbedingt entscheidend, sagte Superintendent Holger Grünjes, sondern wie man damit umgehe. Mangelnde Kommunikation befördere falsche Erwartungshaltungen und führe zu Enttäuschungen, so Holger Grünjes. Es sei besser miteinander zu reden als übereinander. Insofern sei es nur konsequent und richtig, die Reißleine zu ziehen.