"Symphoniker" mit großen Zielen

Zu Besuch aus Joinville: Regina Colin und Ernst Müller auf dem Wochenmarkt. Foto. K.Raap

Regina Colin unterstützt große Konzertreise nach Joinville

Langenhagen (kr). Wenn es um das Thema Blasmusik geht, präsentiert Musikdirektor Ernst Müller immer wieder neue Überraschungen. Wie berichtet hatte der 73-Jährige gemeinsam mit dem Flötisten Detlef Leonenko die Gründung einer neuen Formation initiiert mit dem Namen Langenhagener Symphoniker und dem Arbeitstitel Projektorchester. "Wir wollen damit keine Konkurrenz zu anderen Orchestern in der Region schaffen", betonte Leonenko gegenüber dem ECHO, "sondern erfahrene Orchesterspieler gewinnen, die Spaß haben, weitere musikalische Herausforderungen zu ihren Stammorchestern zu finden." Geplant seien Konzerte innerhalb und außerhalb der Region. Klares Ziel sei im Oktober 2013 eine Konzertreise in die brasilianische Partnerstadt Joinville und weitere Städte. Für Ernst Müller, der in Sachen Blasmusik weltweit unterwegs war, wäre es die zehnte Reise nach Brasilien. Besonders am Herzen liegen Ernst Müller auch Auftritte in Curitiba, wo es viele sehr persönliche Verbindungen gibt, sowie Auftritte in Sao Paulo, Rio de Janeiro, Blumenau und Pommerode. Für die Langenhagener Symphoniker gab es jetzt die offizielle Gründungsversammlung, die auf einen eingetragenen Verein ausgelegt ist. Zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde Detlef Leonenko, der 2. Vorsitzende heißt Claus Broecker, Kassenwart wurde Martin Sorgatz. Zu den Gründungsmitgliedern zählt unter anderem auch Kammersänger Hans Dieter Bader. Nach wie vor werden notensichere Musiker gesucht, die Spaß haben an neuen musikalischen Erfahrungen. Schirmherr des Projektes ist der Langenhagener Landtagsabgeordnete Marco Brunotte.
Besonders unterstützt wird Ernst Müller bei seinen Vorbereitungen von Regina Colin aus Joinville, die auch schon die früheren Reisen des Blasorchesters der Stadt Langenhagen betreute. Die pensionierte Deutschlehrerin und Kindergärtnerin kennt Ernst Müller bereits seit fast 40 Jahren. Mehr als ein Dutzend Mal besuchte sie die Partnerstadt Langenhagen, wie auch jetzt vor wenigen Tagen. Ihr bevorzugtes Ziel in der Flughafenstadt war auch diesmal der Wochenmarkt, die Markthalle und das CCL. In Brasilien sorgte vor 20 Jahren Regina Colin dafür, dass der ehemalige Bürgermeister Walter Bettges, ein ganz besonderer Freund Joinvilles, nach seinem Tod im Jahr 1991 mit einer besonderen Gedenktafel in der brasilianischen Stadt geehrt wurde. Bei der feierlichen Einweihung dabei war auch der ehemalige Langenhagener Stadtdirektor Klaus Rosenzweig. Regina Colin ist Brasilianerin mit niedersächsischen Vorfahren, ihr Urgroßvater war von Uelzen aus eingewandert. "Ich bin zu einer Art Generalunternehmerin für Ernst Müller geworden", betonte sie gegenüber dem Echo." Sie bucht Hotels, Konzertsäle, Reisebusse, bereitet Plakatwerbung und Presseinformationen vor und schaffte es durch ihren hohen Bekanntheitsgrad immer wieder, neue Sponsoren zu finden.
Zu hören in Langenhagen sind die Langenhagener Symphoniker, die schon beim großem Löwenfest viele Freunde gewannen, am 16. Dezember mit einem Advents- und Weihnachtskonzert im Langenhagener City Center. Interessierte Musiker können sich bei Detlef Leonenko telefonisch melden unter (0511) 220 1211 und per E-Mail bei d.leonenko@htp-tel.de.