Täuschung soll Radler schützen

Was kantig aussieht, ist ein aufgemalter 3-D-Effekt zum Schutz der Radfahrer in Hannover. (Foto: Landeshauptstadt Hannover)

Glitzerfarbe und 3D-Effekt auf Fahrbahn

Langenhagen (gg). Besondere Fahrbahnmarkierungen gibt es seit drei Jahren auf Hannovers Straßen zum Schutz der Radfahrer. Mit Glitzerfarbe und 3-D-Effekt werden Autofahrer an mehreren Gefahrenstellen, Beispiel Archivstraße, an die Vorfahrt für Radfahrer erinnert. Ein Stopp-Reflex stellt sich angesichts der vermeintlichen Kanten in der Fahrbahn, die allerdings nur eine optische Täuschung sind, ein. Reinhard Spörer, Vorsitzender des ADFC-Ortsvereins, empfiehlt die 3-Markierung für Langenhagen und hat Ratsfrau Felicitas Weck (Linke) auf seiner Seite. Sie wird in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses am Donnerstag, 7. Dezember, um 17.45 Uhr im Ratssaal das Thema zur Diskussion stellen und einen Beschluss anstreben. Gefahrenstellen für Radfahrer seien an der Ausfahrt der Wasserwelt an der Theodor-Heuss-Straße gegeben sowie an der Konrad-Adenauer-Straße vor der Seniorenresidenz. Hier gibt es Radwege, die für das Befahren in beide Richtungen freigegeben sind. Reinhard Spörer sagt: „Insbesondere an der Einfahrt der Wasserwelt sind Autofahrer von den Schranken zum Parkplatz extrem abgelenkt. Das ist eine Gefahrensituation für Radfahrer, die von rechts und links quer kommen.“ Felicitas Weck hat weitere Informationen zum 3-D-Belag: „ Das umweltfreundliche Material soll für hohe Verkehrsbelastungen ausgelegt sein und mit einem 30-prozentigen Anteil an Glasperlen sehr gute Sichtbarkeit gewährleisten. Die Kosten für diese Markierung belaufen sich nach Angaben der Stadt Hannover pro Gefahrenbereich auf circa 2.500 Euro (Stand Pilotprojekt 2014).“ In Großburgwedel gibt es an der Hannoverschen Straße seit Januar 2016 einen 3-D-Radweg, der weniger aufwändig als die Hannoverschen Modelle ausgeführt ist. Dort hat die Farbe nicht lange gehalten, der Effekt ist nicht mehr zu erkennen.