Tag des Trommelns

Regine Pagel-Herschel und die Kindergruppe (Foto: D. Lange)

Streetdrummers in der Emmauskirche sorgen für Klangerlebnis

Langenhagen (dl) Mal ordentlich auf die Pauke hauen, wer möchte das nicht? Am Sonnabend hatten Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen Gelegenheit dazu, auf verschieden großen Trommeln ihr Gefühl für Rhythmus im Zusammenspiel mit anderen unter Beweis zu stellen. Dass Musik mit Geräusch verbunden ist, wusste ja schon Wilhelm Busch und für die Trommeln gilt das natürlich erst recht. Je größer, desto lauter. Die großen Blech- und Kunststofffässer der Streetdrummers sorgten jedenfalls in der Emmauskirche für ein ganz besonderes Klangerlebnis. Ermöglicht wurde dieser generationenübergreifende Tag des Trommelns auch durch die evangelische Landeskirche, die im Rahmen ihres Jahres der Kirchenmusik dieses Workshop-Projekt unterstützt hat. Die beiden Organisatorinnen vom Familienzentrum „Emma & Paul“, Bianca Norberg und die Diakonin Dorothee Beckermann, waren begeistert und zufrieden zugleich über die große Resonanz auf ihre Einladung zu den Trommelworkshops. „Wir haben vier Workshops mit Kindern ab vier Jahren, Schüler von sieben bis zwölf Jahre, Jugendliche von 13 bis 26 Jahre und die Erwachsenen, unter ihnen zum Teil auch Eltern der teilnehmenden Kinder. Alle vier Workshops sind sehr gut besetzt und es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Das verlangt geradezu nach einer Wiederholung“. Die Musiklehrerin Regina Pagel-Herschel trommelte mit den kleinsten Workshopteilnehmern und betonte dabei auch den pädagogischen Aspekt ihrer Arbeit, indem sie feststellt: „dass das Trommeln die Motorik und die Koordination fördert, weil die Kinder dabei auch lernen, auf den Rhythmus zu hören“. Aber natürlich machte es den Kindern in erster Linie sichtlich Spaß und der eine oder andere trommelt auch Zuhause, so wie der fünfjährige Lennart, der mit allerlei rhythmischen Geräuschen ganz gerne mal seinen Vater aufweckt. Dessen Reaktionen auf diesen freundlichen „Weckdienst“ sind aber leider nicht überliefert. Lasse-Maximilian ist ebenfalls fünf und sein Trommelpartner zuhause ist sein Bruder. Malin (elf) hätte ja eigentlich gerne bei dem Workshop mit den „Streetdrummers“ mitgemacht, um auf den großen Ölfässern zu trommeln, „aber der war leider nur für Jugendliche“, wie sie bedauernd feststellte. „Zuhause spiele ich aber Schlagzeug. Das steht bei uns auf dem Dachboden“. In einer abschließenden Präsentation zeigten alle Workshops noch einmal in der Emmaus-Kirche ihre Ergebnisse des Tages, wobei die Schülergruppe sogar eine vom Publikum erklatschte Zugabe spielen durfte.