Taktlücken beseitigen

Ausweitung des S-Bahn-Nachtverkehrs

Region (gg). Wer wünscht es sich nicht? Eine Ausweitung des S-Bahn-Fahrplans in die Nachtstunden wäre ein Segen für Berufstätige. Die fehlenden S4-Fahrten zwischen 23 Uhr nachts und 5 Uhr morgens werfen Hürden auf, nicht nur für Pendler. Besonders ärgerlich ist werktags das sogenannte Stranden am Hauptbahnhof bei Verspätungen im Fernverkehr. Wer die letzte S-Bahn am Hauptbahnhof Hannover verpasst, hat ein Problem. Entsprechend herbei gesehnt ist die Einführung des Nachtsternverkehrs, den es am Wochenende mit Abfahrten zur vollen Stunde schon gibt. „Das lässt sich nicht eben mal so ändern“, erklärte Regionspräsident Hauke Jagau im Pressegespräch zur Situation. Deutsche Bahn, die LNVG (Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH) und die Region gemeinsam müssen dafür ausloten, wo es überhaupt noch Kapazitäten gibt, und wenn ja zu welchem Preis. „Das Bestreben für eine weitere Verbesserung des S-Bahn-Verkehrs ist von uns aus ganz klar da“, sagte Hauke Jagau mit Blick auf mittelfristige Veränderungen. Die LNVG hat nun für den Fahrplan 2018 angekündigt, Taktlücken beseitigen und das Angebot in den Abend- und Nachtstunden ausweiten zu wollen. Die Landesbehörde hat dabei überregionale Strecken im Blick, doch dies wirkt sich auch auf die S-Bahn-Verbindungen aus. „Nach fachlicher Prüfung empfiehlt die Verwaltung der Region Hannover, die genannten Fahrplanmaßnahmen zum Fahrplan 2018 umzusetzen und entsprechende Mehrleistungen bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) zu bestellen“, so der Wortlaut der aktuellen Drucksache, die seitens der Regionsversammlung am Dienstag, 7. März, um 10 Uhr im Sitzungssaal des Regionshauses, Hildesheimer Straße 18 in Hannover, zum Beschluss steht. So soll neben den zusätzlichen Leistungen auf den Hauptachsen zum Fahrplan 2018 auch die Ausweitung des Nachtverkehrs der S-Bahn weiter vorangetrieben werden.