Tandem zur Stärkung Wiesenaus

Die Stadtteilmanager Heike Woltmann (hinten von links) und Martin Karsten stellten sich im Beisein von Stadtplanerin Christine Söhlke (vorn von links), Siegfried Volker von der KSG und Claudia Koch im Quartier Wiesenau vor.

Aktives Quartiers- und Stadtteilmanagement ergänzt Angebote

Langenhagen. Die Stadt Langenhagen hat für die Begleitung und Umsetzung des Sanierungsprogramms Soziale Stadt – Wiesenau ein Stadtteilmanagement eingerichtet. Das Stadtteilmanagement Soziale Stadt – Wiesenau hat offiziell seine Arbeit aufgenommen. Auftakt der Aktivitäten bildete das Herbstfest Wiesenau, bei dem das Team Heike Wohltmann und Martin Karsten mit einem Informationsstand vertreten war. Offiziell werden sich die beiden in der nächsten Sitzung des Sanierungsbeirates Soziale Stadt – Wiesenau am Donnerstag, 16. November, um 18 Uhr  im Rathaus vorstellen.
Das Stadtteilmanagement ergänzt und unterstützt das im Quartier bereits vorhandene Quartiersmanagement des Vereins win e.V. - Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG Hannover GmbH - mit der Quartiersmanagerin Claudia Koch.
Das Stadtteilmanagement wird mit dem Ziel unterwegs sein, sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils zu unterstützen und zu stärken als auch an der Weiterentwicklung des Wohnumfeldes mitzuwirken, um es den sich ändernden Anforderungen besser anzupassen. Durch die Tandemlösung – das Quartiersmanagement von win e.V. hat stärker die Gemeinwesenarbeit, das Stadtteilmanagement die planerische und bauliche Entwicklung des Quartiers im Fokus – werden Synergien möglich, die alleine nicht zu bewältigen wären.
Durch das neu eingerichtete Stadtteilmanagement können die vielfältigen Aufgaben, die durch die Aufnahme Wiesenaus in das Sanierungs- und Förderprogramm Soziale Stadt auf das Quartier hinzugekommen sind, besser bewältigt werden. Zu dessen Zielen gehört unter anderem die attraktive Gestaltung des Stadtteils, seine Stärkung als Wohnstandort und die Erweiterung der öffentlichen Räume zu nachgefragten und gut genutzten Aufenthalts-, Begegnungs- und Kommunikationsräumen für die Bewohnerinnen und Bewohner.
Es wird gemeinsame Aktivitäten geben. Das Quartiersmanagement des Vereins win e.V. – Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG Hannover GmbH wird wie bisher über den Quartierstreff Treffpunkte und Begegnung anbieten, Netzwerkarbeit betreiben und die Stärkung des nachbarschaftlichen und bürgerschaftlichen Engagements im Blick haben. Der Verein möchte die Menschen dazu motivieren, aktiv mitzumischen und sich für ihr Quartier einzusetzen. Das geschieht über verschiedenste Möglichkeiten und deckt eine breite Palette von Angeboten für die Menschen vor Ort ab. win e.V. agiert in diesem Zusammenhang als eigenständiger Träger für das Quartiersmanagement, unabhängig von dem Förderprogramm Soziale Stadt.
Zu den Themen des Sanierungsprogramms Soziale Stadt – Wiesenau will das Stadtteilmanagement die Bewohnerinnen und Bewohner ermutigen, sich einzumischen, mitzuwirken und selbst aktiv zu werden, um gemeinsam die Entwicklung des Stadtteils und seiner Einzelprojekte voran zu bringen.
Heike Wohltmann und Martin Karsten sind deshalb ab sofort für Eigentümer, Mieter, Einrichtungen, aber natürlich auch alle weiteren Interessierten an jedem ersten Freitag im Monat zwischen 9  und 11Uhr im Quartierstreff in der Freiligrathstraße 11 sowie nach telefonischer Absprache und darüber hinaus unter der Telefonnummer (01525) 1 94 73 41 und per E-Mail an stadtteilmanagement@plan-werkstadt.de erreichbar und freuen sich darauf, die Entwicklung in Wiesenau zu stärken.
Hintergrund:
Die Stadt Langenhagen ist mit dem Sanierungsgebiet Soziale Stadt - Wiesenau erstmalig im Programmjahr 2015 in das Städtebauförderprogramm des Bundes und Landes aufgenommen worden. Der Förderzeitraum beträgt 10 Jahre. Das Gesamtvolumen beträgt 6,8 Mio. Euro. Die Größe des Sanierungsgebietes beträgt 36,3 Hektar.
Programmbeschreibung:
Der gesellschaftliche und ökonomische Wandel wirkt sich in den Städten und Gemeinden Deutschlands räumlich differenziert aus. Es gibt sowohl prosperierende Stadtteile von hoher Qualität als auch Quartiere mit einer Konzentration von städtebaulichen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen. Mit dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt unterstützen Bund und Länder die Kommunen bei schwierigen Aufgaben, benachteiligte Quartiere zu stabilisieren und die Lebensbedingungen insgesamt zu verbessern. Durch städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, die Infrastruktur und die Qualität des Wohnens wird für mehr Generationsgerechtigkeit und Familienfreundlichkeit gesorgt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen verbessert.
In den Integrierten Entwicklungskonzepten werden Ziele und Maßnahmen festgelegt, Ressourcen im Quartier werden abgestimmt und fachübergreifende Kooperationen gebildet und gelebt. Die frühzeitige Einbindung und Beteiligung der Bewohnerschaft in die Planung und Umsetzung im Quartier ist ein zentrales Element des Programmansatzes.