Tante Klärchen kommt ins Radio

Renate Kunze blättert mit Pastor Rainer Müller-Jödicke in Tante Klärchens Fotoalbum.

Plattdeutsche Radioandachten des Engelbosteler Pastors

Engelbostel. Renate Kunze hat ihre Tante Klärchen bewundert: „Niemand konnte so liebevoll ein aufgeschlagenes Knie verarzten oder so künstlerische Porträtfotos machen wie die Zwillingsschwester meiner Mutter“, schwärmt die Engelbostelerin. Aber Klara Zobel wurde für Kunze auch zum Glaubensvorbild, von dem sie im Bibelkreis der Martinskirchengemeinde gern erzählt. In den sechziger Jahren habe die Dame sogar ein Tonbandgerät mit in den Gottesdienst genommen, um Predigten aufzunehmen und im Kaffeekränzchen anschließend vorzuspielen.
„Aber eines konnte Klärchen nicht“, verriet Kunze nun ihrem Pastor Rainer Müller-Jödicke und berichtet von deren krächziger Singstimme. Den Theologen beindruckte aber, wie die alte Dame mit dieser Schwäche umgegangen sei, wenn ihre Nichte sie zitiert: „Eines Tages, wenn ich im Himmel bin, dann kann ich endlich richtig schön singen“, habe sich ihre Tante selbst getröstet, wenn sie sich durch einen Choral hindurch gebrummt habe.
Aus dieser Aussage hat Müller-Jödicke nun eine Radioandacht gemacht: „Diese Geschichte ist so voller Humor und Glaubensstärke, dass ich damit andere zum Nachdenken bringen will!“ Nächste Woche ist der Ostfriese von Montag, 14., bis Donnerstag, 17. März, auf NDR 1 Niedersachsen zu hören. Die Reihe „Dat kannst mi glööven" wird um 14.20 Uhr ausgestrahlt. Laut NDR-Angaben schalten dabei etwa 650.000 Hörer in ganz Nordwest-Deutschland ein und hören die Geschichten, die der Pastor in seinem Berufsalltag erlebt hat. Die Andacht über Tante Klärchen wird am Dienstag, 15. März, gesendet werden.