Team Vielfalt lief gemeinsam

In der Gemeinschaft traten die Johanniter beim Hannover Marathon an. (Foto: Johanniter)

Johanniter und Geflüchtete beim Hannover Marathon

Langenhagne. . Unter dem Motto "Vielfalt verbindet" traten die Johanniter mit einem Team, bestehend aus 65 Teilnehmern im Alter zwischen 16 und 59 Jahren, beim Hannover Marathon an. Im Rahmen des Projekts "Vielfalt verbindet" haben sich Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Geflüchtete zusammengeschlossen und gingen gemeinsam an den Start - in zehn Staffeln aufgeteilt, in denen sie die Strecke bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam absolvierten. Die Teilabschnitte waren zwischen 5,1 und 9,3 Kilometer lang. Drei Einzelläufer traten für die Johanniter beim Halbmarathon an und zwei Teilnehmer liefen die komplette Stecke von 42,195 Kilometern. Zwei Drittel des Teams sind nach Deutschland geflüchtete Menschen. Sie stammen aus fast 20 verschiedenen Ländern, darunter Syrien, Irak, Somalia oder Afghanistan. Startgelder und Ausstattung der Läufer sind durch die JUH und teilweise durch Spenden finanziert.
"Das Ganze ist mehr als nur ein ‚Sportereignis', denn in erster Linie geht es darum, die Integration zu fördern", sagt Björn Menkhaus, Fachbereichsleiter Flüchtlingshilfe/-integration und stationäre Jugendhilfe im Landesverband Niedersachsen/Bremen. "Ich finde es toll, wie mit dieser Aktion Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Ländern zusammenkommen und über den Sport Barrieren überwinden. Wir wollen ein Zeichen setzen für Gemeinsamkeit, Teamspirit, Toleranz und Menschlichkeit im Sinne des Sports. Der olympische Gedanke zählt."
Hintergrund ist das Projekt "Vielfalt verbindet", welches seit dem 1. Juli 2016 in Zusammenarbeit mit dem Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. (GSI), der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Landesverband Niedersachsen/Bremen (JUH) sowie dem Technischen Hilfswerk (THW)-Jugend Niedersachsen und Bremen e.V. läuft. Förderer ist neben dem Bundesinnenministerium das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen der Richtlinie "Migration, Teilhabe und Vielfalt". "Unser gemeinsames Ziel ist die interkulturelle Öffnung der Verbände und die Stärkung haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitender in ihrer interkulturellen Kompetenz, um das von Vielfalt geprägte Miteinander in unserer Gesellschaft angemessen gestalten zu können", sagt Björn Menkhaus. "Es geht auch darum, neue Wege zu finden. Wir möchten die Menschen mit Migrationsgeschichte für die Belange der Verbände interessieren und auch begeistern."