Teamarbeit war gefragt

Nasses Unterfangen beim Setzen eines Standrohres: Firat Eren (von links), Ruben Hattendorf, Florian Treytnar, Finn Juengling, Louis Wenzel und Jan-Niklas Palm. (Foto: C. Wurm)

Verleihung der Jugendflamme

Langenhagen (cow). Im Stadtpark war nun der Langenhagener Feuerwehrnachwuchs aktiv. An sieben aufgebauten Stationen, quer durch die Grünanlage, wurden die Leistungsbedingungen für die Verleihung der Jugendflamme Stufe 1 und Stufe 2 abgenommen. Die beiden Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr können von Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 16 Jahren erworben werden.
Über die Verleihung der Jugendflamme 1 sowie der darauf aufbauenden Auszeichnung Jugendflamme 2 durften sich an diesem Tag insgesamt 53 Teilnehmer aus den Jugendfeuerwehren Engelbostel, Godshorn, Kaltenweide, Krähenwinkel, Langenhagen und Schulenburg freuen. Die Abnahmen erfolgten unter der Leitung von Stadtjugendwart Manuel Armas Sabor, seinem Stellvertreter Michael Maron und der Beteiligung vieler Betreuer und Helfer aus den sechs Jugendfeuerwehren.
Vorbereitet wurden die Prüflinge auf die Abnahme in den jeweiligen Jugendfeuerwehren an mehreren Dienstveranstaltungen. Der erste Schritt in die Feuerwehr beginnt mit der Jugendflamme 1, die ab dem zehnten Lebensjahr erworben werden kann. Voraussetzung ist eine mindestens einjährige Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr. Ab 14 Jahren kann, nach Absolvierung der ersten Ausbildungsstufe (Jugendflamme 1), mit der Jugendflamme 2 das Wissen und die praktische Erfahrung vertieft werden. Die Leistungsnachweise bestätigen das Grundwissen und die traditionellen Elemente der feuerwehrtechnischen Ausbildung und werden den Jugendlichen nach der Abnahme der Prüfungen zur Anerkennung verliehen.
Motiviert und bei bestem Wetter meisterten die Jugendlichen in verschiedenen Gruppen die im Umkreis von drei Kilometern aufgebauten Prüfungsstationen mit Bravour. Dabei mussten sie unter anderem ihr Können in der Fahrzeug- und Schlauchkunde unter Beweis stellen, einen Notruf absetzen, Erste-Hilfe-Praktiken anwenden, sowie ihr Geschick bei der Standrohrhandhabung vorführen.
Beim sogenannten Tragespiel wurden die Jugendlichen auf spielerische Art und Weise an den Umgang mit Patienten herangeführt. Auf einer Trage mit einem gefüllten Wassereimer, der den Patienten simulierte, mussten sie in Vierer-Gruppen über einen Hindernisparcours laufen und dabei unter Zeitdruck möglichst vorsichtig mit dem Patienten umgehen, das heißt, so wenig Wasser wie möglich aus dem Eimer verlieren. „Hierbei ist Teamarbeit gefordert, die Jugendlichen unterstützen sich gegenseitig und lernen, dass sie aufeinander angewiesen sind und gebraucht werden“, erklärte Stephan Bommert, Pressesprecher der Ortsfeuerwehr Langenhagen.
Am Ende des Nachmittags freuten sich alle 53 Prüflinge über den bestandenen Leistungsnachweis und können so gestärkt mit ihren Kameraden in die weitere Feuerwehrzukunft schauen. „Im Ergebnis spiegelt sich die sehr gute Jugendarbeit in den Ortsfeuerwehren wider“, sagte Stephan Bommert. Bei Bockwurst, kühlen Getränken und bester Laune haben die Jugendlichen anschließend gemeinsam den Tag ausklingen lassen.