Technisch anspruchsvolle Aufgabe

Bei der Übung in der Tiefgarage waren Dummies zu bergen. (Foto: C. Hasse)

Übung simulierte Brand in Tiefgarage

Langenhagen. Eine Übung absolvierten die Feuerwehrmänner der Ortsfeuerwehr in der vergangenen Woche. Die Zugführer Karsten Patz und Marcel Hofmann hatten hierfür, mit Unterstützung des Brandschutzbeauftragten der Berufsgenossenschaft Domenik Jung, besonderes Szenario vorbereitet: Auf dem Gelände der "Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie" geriet ein PKW in der dortigen Tiefgarage in Brand. Ein Mitarbeiter bemerkte diesen und alarmierte die Feuerwehr durch einen Druckknopfmelder. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge war die gesamte Tiefgarage - simuliert durch Diskonebel - verqualmt.
Gruppenführer Wilhelm Rust war als erster vor Ort und erkundete die Lage. Die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst und zeigte die Tiefgarage als betroffenen Bereich an. Auch von außen konnte man die Rauchentwicklung bereits gut erkennen. Wilhelm Rust ließ einen Löschangriff durch die Tiefgarageneinfahrt aufbauen sowie mehrere Angriffstrupps unter Atemschutz ausrüsten. Es war zu dem Zeitpunkt nicht bekannt, ob sich noch Personen in der Tiefgarage befanden. Die Trupps gingen dann systematisch vor um mögliche Personen und den Brandherd zu suchen. Im Vorfeld stimmte sich Einsatzleiter Wilhelm Rust mit den Truppführern anhand von Gebäudeplänen ab.
Im weiteren Verlauf der Übung wurde ein zweiter Abschnitt auf der rückwärtigen Seite gebildet. Dort gingen Trupps durch die Notausgangstreppe vor. Es wurden zwei Personen in Form von Dummies im Verlauf der Übung gerettet. Auch kam ein Belüftungsgerät zur Entrauchung der Tiefgarage zum Einsatz.
Nach gut einer Stunde konnte Karsten Patz das Übungsende verkünden. Alle Gerätschaften wurden wieder verstaut, es fand eine gemeinsame Begehung der mehrere Hundert Quadratmeter großen Tiefgarage sowie die Manöverkritik statt, so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Christian Hasse.