Technische Rettung geübt

Teamarbeit und sorgfältiges Vorgehen war bei der Übung im Holzmarkt wichtig. (Foto: S. Bommert)

Einsatzübung im Knast und beim Holzmarkt

Godshorn. Zwei Szenarien arbeitete die Ortsfeuerwehr am Wochenende als Übung ab. Am Freitagabend kam es im Zuschnittraum des Holzfachmarkt Stoellger zu einer Verpuffung. Durch die entstehende Stichflamme verriss ein vorbeifahrender Gabelstaplerfahrer das Steuer seines Gefährtes. Teile der geladenen Holzbalken rutschen hierbei von der Gabel und begruben einen Arbeiter unter sich. Die Brandmeldeanlage des Objektes wurde durch das Feuer im Zuschnittraum ausgelöst- so die Übungsalarmierung für die Ortsfeuerwehr am Freitagabend gegen 19.05 Uhr. Einsatzleiter Thorsten Kafurke leitete unmittelbar nach der Erkundung einen Löschangriff und die Rettung des verunfallten Mitarbeiters ein. Im Fokus der technischen Rettung stand das einfache und bedachte Entfernen der übereinanderliegenden Holzbalken. Die Balken sollten ohne größere technischen Geräte gesichert und anschließend abgetragen werden – Stichwort Mikado. Zwei Atemschutztrupps gingen unterdessen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den Zuschnittraum vor. Die Übung sollte im Kern die bestehenden Protokolle und definierten Einsatzabläufe weiter verfestigen und Routinen (grundsätzlicher Ablauf Atemschutzeinsatz, Bereitstellung Geräte, Umgang Wärmebildkamera und weiteres) bilden. Darüber hinaus wurden Ortskenntnisse auf dem Firmengelände verfestigt.
Gegen 9 Uhr am Sonnabendmorgen löste die Brandmeldeanlage der Justizvollzugsanstalt aus - ein Übungsfall. Die Löschzüge der Werkfeuerwehr Flughafen und die zuständige Ortsfeuerwehr Langenhagen rückten daraufhin zu dem Objekt aus. Einsatzleiter Stefan Medelnik wurde nach seinem Eintreffen von den Justizbeamten in das Objekt und die Gefahrenlage eingewiesen. In der Erkundungsphase konnte Medelnik eine starke Verqualmung im ersten Obergeschoss feststellen. Zwei Atemschutztrupps der Werk- und der freiwilligen Feuerwehr wurden im Verlauf eingesetzt und über sie eine Menschenrettung und Brandbekämpfung eingeleitet. Durch das Feuer war einem Mitarbeiter ein Flüchten in das Freie nicht möglich, sodass er aus dem Dachgeschoss über die Drehleiter gerettet werden musste.
An der Übung waren 21 ehren- und hauptamtliche Einsatzkräfte mit sechs Einsatzfahrzeugen beteiligt. Im Anschluss der einstündigen Übung hatten die Einsatzkräfte die Möglichkeit, sich zusammen mit dem Brandschutzbeauftragtem Ralf Kloos das Objekt und dessen Besonderheiten anzusehen - so der Bericht von Feuerwehrsprecher Stephan Bommert.