Technologieführer legt Wünsche vor

Sto-Verkaufsleiter Kurt Tzschoppe (von links) im Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Marco Brunotte. Ingo Bergner, Sto-Regionalleiter Logistik, gab zudem eine Übersicht zur Sto-Firmensstruktur. (Foto: G. Gosewisch)

Marco Brunotte informiert sich bei Sto

Godshorn (gg). Wenn gebaut oder saniert wird, sind Produkte von Sto meist das Mittel der Wahl. Bei der energetischen Fassadendämmung ist der Produzent von Oberflächenteilen Technologie- und Marktführer in Deutschland. Die AG mit Hauptsitz in Stühlingen (Baden-Württemberg) ist weltweit auf Expansionskurs, hat für das Jahr 2014 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro ausgewiesen. 20 der 5.000 Sto-Mitarbeiter sind am Standort am Frankenring tätig. Im Verkaufscenter dort ist eine Ausstellung der Produkte kombiniert. „Wir sind Großhändler für Generalunternehmer und Fachbetriebe und nicht auf Privatkunden eingerichtet“, erklärt Sto-Verkaufsleiter Kurt Tzschoppe beim Besuch von Marco Brunotte. Der hiesige SPD-Landtagsabgeordnete hatte um ein Gespräch gebeten, um sich über die geschäftliche Situation zu informieren. „Seit Mai können Eigentümer Landesbürgschaften in Anspruch nehmen, die bei der Kreditaufnahme für die energetische Haussanierung eine Alternative zum Grundbucheintrag darstellen“, lobt er die SPD-Landesregierung in Niedersachsen und will wissen, ob dieses Novum der fördernd wirkt. „Das ist noch weithin unbekannt“, meint Kurt Tzschoppe, der die Nöte seiner Kunden gut kennt. Die Auftragslage am Bau sei für alle Gewerke sehr wechselhaft. „Schlimm ist das Vergabeverfahren für Aufträge der Kommunen. Da kommen die regionalen Betriebe kaum zum Zug. Haarsträubend ist das Preisgefälle und fragwürdig die Qualität, die geliefert wird. Da muss sich etwas ändern“, sagt er. Infrastrukturell sei am Standort Godshorn inzwischen nichts mehr zu beklagen. Kurt Tzschoppe blickt kritisch zurück: „Sto ist seit gut 15 Jahren ansässig. Die Stadtverwaltung war 13 Jahre lang untätig, bis vor zwei Jahren endlich die Straße befestigt wurde.“