Terror drückt den Flughafenbetrieb

Miachel Hesse klärte zu den Belangen des Flughafenbetriebs im Rahmen der Pro-Airport-Versammlung auf. (Foto: G. Gosewisch)

Pro-Airport erhält Hinweise aus Politik und Wirtschaft

Langenhagen (gg). „Ich hoffe, dass die Welt friedlicher wird“, sagt Michael Hesse, stellvertretender Geschäftsführer des Flughafenbetriebs. Zu Gast bei der Pro-Airport-Versammlung gab er grobe Auskunft zum laufenden Geschäftsjahr. Demnach wirke sich der weltweite Terror auf die Reiselust der Touristen aus. „Wir haben einen Rückgang bei den Warmwasserzielen, insbesondere Richtung Türkei. Wir rechnen mit 140.000 Fluggästen weniger pro Jahr“, sagte er. Zur Einschätzung der Größenordnung: 5,6 Millionen Fluggäste werden pro Jahr am Flughafen abgefertigt (circa 76.000 Flugbewegungen pro Jahr). In seinem Vortrag zur Entwicklung der Gewerbeflächen forderte Michael Hesse, der für die Immobilienentwicklung auf Flughafen verantwortlich ist, die Stadtverwaltung und den Rat auf, die Blockade-Haltung aufzugeben. „Wir wünschen uns Mut und Entschossenheit für die nötigen Bebauungsplan-Änderungen. Dass wir aus der Presse erfahren, dass die städtische Flächenentwicklung am Armslohweg vorangeht, irritiert.“ Aus den Reihen der Zuhörer wurde aus seinen Flächenangaben und der Zahl der möglichen Gewerbeansiedlungen überschlagen, wie viele Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Die spontan geschätzte Zahl lag bei 15.000. Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer erklärte die Grundsätze der Bauleitplanung: „Es geht um das Prinzip der objektiven Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Belangen.“ Er betonte das Ziel einer gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen. Ebenfalls als Gast vor Ort war Marco Brunotte. Der SPD-Landtagsabgeordnete versicherte, dass die Landesregierung den Flughafenbetrieb positiv unterstützt. Kompromisse im kritischen Umgang mit der Ansiedlung der Logistik seien nötig.