Thema "schnelles Internet" weiter unbefriedigend

Kaltenweide: Telekom legt sich in Sachen Breitbandausbau nicht fest

Kaltenweide (ok). Durch Gespräche mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie durch einen Beitrag auf der jüngsten Vereinssitzung wurde nach Ansicht des Vorstandes "Bürger für Kaltenweide" nochmals deutlich, dass die Situation rund um das Thema „DSL/VDSL“ in Kaltenweide weiterhin unbefriedigend ist. Viele Hauseigentümer kämpfen darum, mit Breitband-Internetanschlüssen durch die Deutsche Telekom oder anderen Providern versorgt zu werden. Bisher vergebens. Die Einwohnerzahl in Kaltenweide ist mittlerweile auf mehr als 7.000 Bewohnerinnen und Bewohner angewachsen, jedoch habe die Deutsche Telekom den Ausbau der notwendigen „Ports“ in den Vermittlungsstellen nach Auffassung des neuen Vereins nicht mit der notwendigen Intensität vorangetrieben und das, obwohl das Baugebiet Weiherfeld in Kaltenweide das größte Neubaugebiet in der Region Hannover sei.
Der eingetragene Verein „Bürger für Kaltenweide" (in Gründung) hat auf seiner jüngsten Vereinssitzung beschlossen, sich der Thematik anzunehmen. In
diesem Zuge sucht der Arbeitskreis des Vereins Bürgerinnen und Bürger in
Kaltenweide, die in der Vergangenheit vergeblich versucht haben, an das
DSL- oder VDSL-Netz der Deutschen Telekom angeschlossen zu werden. Der
Verein möchte eine Interessenten-Liste aufstellen, um gegenüber der
Deutschen Telekom den Bedarf und die Notwendigkeit eines Ausbaus von DSL
und VDSL in Kaltenweide deutlich zu machen und auf einen Ausbau des Netzes
zu drängen.
Pressesprecherin Stefanie Halle von der Deutschen Telekom: "Mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s ist das Weiherfeld sehr gut angebunden. Ein anderes Thema sind die freien Ports: Wir freuen uns natürlich über die hohe Nachfrage an Breitbandprodukten. Allerdings müssen wir die Bewohnerinnen und
Bewohner jedoch um Geduld bitten. Eine Kapazitätserweiterung und
Ausbauerweiterung wird voraussichtlich im kommenden Jahr erfolgen."
Eine Antwort, die für Florian Windeck vom Verein "Bürger für Kaltenweide" in keinster Weise zufriedenstellend ist.
Windeck: "Was bringt es den Bürgern, wenn Kaltenweide mit Geschwindigkeiten von biszu 50 MBit/s sehr gut angebunden ist, die Bewohner den Service aber nicht buchen und nutzen können weil die Infrastruktur (Ports) nicht vollständig ausgebaut wurden?"
Auch die Aussage "...Eine Kapazitätserweiterung und Ausbauerweiterung wird
voraussichtlich im kommenden Jahr erfolgen" stelle ihn und ganz sicher
ganz viele Nachbarn nicht zufrieden, ist diese doch wieder sehr
schwammig formuliert mit dem Wort "voraussichtlich". Etliche Nachbarn
warteten zum Teil schon seit Jahren auf einen schnellen DSL/VDSL-Anschluss, ohne Aussicht diesen endlich - entweder durch die Telekom oder alternative
Provider - zu erhalten! Hinzu komme, dass das Baugebiet weiter wachse und kontinuierlich weitere Interessenten an schnellem
Internet hinzukommen. Fraglich sei dann auch, nach welchen Kriterien
zusätzlich zur Verfügung stehende Ports an die Kunden vergeben werden.