Tipptopp für Jung und Alt

Bettina Auras und Cornelia Mattuat (rechts) machen Bestandsaufnahme am Bücherschrank in Engelbostel. Die Bänke sind aus Stiftungen der Familien Giese und Scheer finanziert worden. (Foto: G. Gosewisch)

Öffentlicher Bücherschrank kann auch Anzeiger sein

Engelbostel (gg). Vor vier Jahren wurde der Bücherschrank am Dorfgemeinschaftshaus an der Straße Kreuzwippe aufgestellt. Bei Sonne und Hitze ebenso wie bei Wind und Wetter muss er standhalten und das Papier in seinem Inneren vor dem Verbleichen oder dem Vernässen schützen. Es ist Zeit, einmal Bilanz zu ziehen. „Der Schrank sieht noch sehr gut aus“, sagt Ortsbürgermeisterin Bettina Auras bei einer Bestandsaufnahme. Zwar sei unübersehbar, dass die Witterung am Holz und an dem Plexiglas genagt habe, aber im Prinzip sei alles noch tipptopp. Viel mehr freue sie sich jedoch, dass der Standort in der alten Mitte in der Nähe der Kirche, mit dem Grün, mit den Wegen und den Bänken einfach gut sei. Bettina Auras sagt: „Hier kann man sich gut aufhalten. Bei gutem Wetter hat man einen sonnigen Platz. Genau das wollten wir erreichen.“ Gemeinsam mit Cornelia Mattutat kontrolliert sie an diesem Tag die Bücher auf den Regalbrettern. Beide kennen sich gut aus dem DRK-Ortsverein, dem Cornelia Mattutat vorsteht. Sie sagt: „Irgendein Buch kann natürlich immer mal quer liegen. Aber froh und stolz sei sie, dass es mit Ina Warna eine Ehrenamtliche gibt, die sich hauptsächlich um die Ordnung im Schrank kümmere. Der Bücherschrank ist aus einer DRK-Initiative heraus entstanden. Da es in der DRK-Kleiderstube an der Wilhelm-Hirte-Straße viele Bücherspenden gab, war die Basis gegeben. Das Prinzip des „öffentlichen Bücherschranks“, bei dem jedermann etwas rausnehmen oder reinlegen kann, ist in Langenhagen bekannt. Der bekannteste öffentliche Bücherschrank steht auf dem Marktplatz. Der Inhalt wird dort von Mitarbeitern der Stadtbibliothek gepflegt. Dem Prinzip nach soll vom Roman in verschiedenen Genres bis zum Sachbuch unterschiedlicher Fachgebiete alles zu finden sein. „Hier bei uns fällt auf, dass Kinderbücher ganz schnell vergriffen sind“, sagt Cornelia Mattutat. Sie nimmt es als gutes Zeichen, auch für das Mitwirken im DRK-Ortsverein, und ergänzt: „Es ist doch gut, wenn Jüngere und Ältere den Nutzen haben oder sich einbringen. Das brauchen wir. Jeder kann mithelfen.“