Tolle Nachwuchsarbeit

Beförderungen und Ehrungen bei der Krähenwinkeler Wehr (von links): Thomas Ajrurnow (von links), Kai Teßmer, Frank Decker, Friedel Schmidt-Nordmeier, Lucio Marchetti und Steffen Achilles.  (Foto: K. Raap)

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel

Krähenwinkel (kr). Am Tagesordnungspunkt „Übernahme“ während der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel hatte Ortsbrandmeister Kai Jüttner, wie er zum Auftakt seines Berichtes betonte, seine ganz besondere Freude: „Zum ersten Mal in der Geschichte der gesamten Stadtfeuerwehr Langenhagen übernehmen wir vier Mitglieder die den Einstieg bereits in die Kinderfeuerwehr gefunden hatten. Danach wechselten sie gemeinsam in die Jugendfeuerwehr und ab heute Abend gehören sie in die Einsatzabteilung“. Gemeint waren Johanna Wöhler, Erik Richtsteig, Jan Luca Hartmann und Marvin Gundlach. Auch zwei Neue haben sich beim Tag der offenen Tür im vergangenen Jahr ebenfalls für den aktiven Dienst entschieden. So besteht die Ortsfeuerwehr jetzt aus 49 Aktiven. Hinzu kommen 16 Mitglieder aus der Altersabteilung. Als Highlight des Jahres 2017 bezeichnete Jüttner die Übergabe von zwei neuen Einsatzfahrzeugen durch Bürgermeister Mirko Heuer. Dass die Ausstattung des Gerätewagens keineswegs überzogen war, wie einige Kritiker behaupteten, habe sich längst „im scharfen Einsatz und bei Alarmübungen eindrucksvoll erwiesen“. Insgesamt belief sich die Zahl der Einsätze im Jahr 2017 auf 121, darunter Brände verschiedenster Art. Ein Grund für den Anstieg seien nicht nur der Wind und starke Niederschläge gewesen, sondern auch die Optimierung der Einsatzgebiete im Stadtgebiet Langenhagen. Bewährt habe sich der Beschluss einer gemeinsamen Nutzung des Bootes der DLRG Krähenwinkel, verbunden mit einem standardisierten Training auf dem Wasser. Die ständig steigenden Ansprüche verursachten auch zusätzliche Übungen und Ausbildungen. Im Zusammenhang mit der Suche der Stadt nach neuen Standorten für die Ortswehren Kaltenweide und Krähenwinkel betonte der Ortsbrandmeister, dass ein Wegzug vom jetzigen Standort dem bestehenden Konzept für die Krähenwinkeler Wehr widerspreche, zumal 80 Prozent der Aktiven in der Nähe der aktuellen Wache wohnten. Ein Umzug Richtung Norden wäre eine Farce. Es gebe keinen Anlass, die Zelte Auf dem Moorhofe abzubrechen. Ihm missfalle vor allem, dass Personen über maßgebliche Dinge entscheiden wollen, die mit den Realitäten innerhalb der Wehr überhaupt nicht vertraut seien.
Sehr viel Anerkennung gab es für Jugendfeuerwehrwart Dirk Winter und Kinderfeuerwehrchef Frank Decker, die in ihren Berichten überzeugend die hervorragende Nachwuchsarbeit aufzeigten, eine gelungene Mischung aus ernsthaften Lernen und Üben sowie nachhaltigem geselligem Beisammensein. Der Nachwuchs verfügt jetzt über 18 Kinder und 17 Jugendliche. Riesenbeifall galt dann den Aktiven, die für Beförderungen und langjährige Mitgliedschaften geehrt wurden. Kai Teßmer ist nun Hauptfeuerwehrmann, Thomas Schulz und Steffen Achilles freuten sich über ihre Berufung zum Löschmeister. Ein herausragendes Ereignis war die Auszeichnung von Friedel Schmidt-Nordmeier die Stadtbrandmeister Arne Boy vornahm: Der 90-jährige gehört der Krähenwinkeler Wehr seit 75 Jahren an. 50 Jahre dabei ist Lucio Marchetti, 40 Jahre Thomas Ajrurnow und Frank Decker.
In ihren Grußworten bezeichneten Ortsbürgermeister Andreas Hartfiel und Stadträtin Monika-Gotzes die Feuerwehr als unverzichtbar für die Sicherheit der Langenhagener Bürger. Die Aktiven müssten sich dazu immer wieder technischen und gesetzlichen Veränderungen durch vielfältige Weiterbildungsmaßnahmen stellen. Dafür gelte ihnen ein ganz besonderer Dank.