Tolles Finale bei den Hofkonzerten

Profis der Extraklasse: Die Riverboat Ramblers aus Kiew. Foto: K.Raap

Veranstalter versprechen auch für 2011 attraktive Jazz-Matineen

Langenhagen (kr). Mit der mitreißenden Musik der Riverboat Ramblers aus der Ukraine fanden die Hofkonzerte am vergangenen Sonntag ein tolles Finale. Das aus der Musikschule Kiew hervorgegangene Sextett um den Posaunisten Vladimir "Boba" Bukarev überzeugte mit einem vielseitigen Repertoire. Klassische Dixieland-Titel wechselten mit perfekten Swing-Arrangements, Pop- und Rockeinlagen sowie folkloristischen Einlagen. Ob "I Cant`Give You Anything But Love", "All Of Me", "The Girl From Ipanema", "Buena Sera" oder "Rock Around The Clock" - die Ukrainer überzeugten mit professionellem Kollektivspiel und Soli der ganz besonderen Klasse. Hervorzuheben hier sicherlich Trompeter Sergiej Krjuchkow, der es unter anderem verstand, sein Vorbild Louis Armstrong nicht einfach zu imitieren , sondern mit feinem musikalischem Gespür zu interpretieren. Sponsor dieser Veranstaltung war der Wirtschaftsclub Langenhagen, dessen Sprecher Claus Holtmann auch für das nächste Jahr finanzielle Unterstützung für diese in Niedersachsen einzigartige Veranstaltungsreihe in Aussicht stellte.
Riesenbeifall der Zuhörer, als Horst-Dieter Soltau, Vorsitzender des für diese Hofkonzerte zuständigen Vereins "Cultour & Co. - Förderkreis Jazzmatineen", dem Publikum versprach, dass diese weit über Langenhagen hinaus bekannten und beliebten Jazz-Matineen auch im Jahr 2011 fortgesetzt würden. Diese Aktivitäten seien als lebendigesStadtmarketing zu sehen. "Das funktioniert", so Soltau, "allerdings nur durch die Bereitschaft Langenhagener Firmen und Privatpersonen, diese beispielhaften Konzerte finanziell zu unterstützen". Auch Vorstandsmitglied Walter Pohl war rundum begeistert "von der familiären, begeisternden Atmosphäre dieser tollen Jazz-Frühschoppen". Sein ganz besonderes Lob galt in diesem Zusammenhang Karl-Friedrich Müller, der nicht nur seit Jahren als "Dauertänzer" bunte Akzente setzt, sondern auch als charmanter Sammler von Publikums-Spenden überaus erfolgreich wirkte. So sorgte er dafür, dass im nächsten Jahr schon mindestens ein Gastpiel einer Band gesichert ist. Das tolle Fazit: Weit mehr als 6000 Besucher verfolgten im Jahr 2010 die neun Konzerte der in- und ausländischen Jazzbands im und rund um den Rathausinnenhof.