Tolles Konzert für guten Zweck

Die Zuschauer reihten sich im Dorfgemeinschaftshaus dicht an das Blasorchester, Harald Sandmann dirigierte souverän. (Foto: K. Raap)

Blasorchester beim Stadtteilkonzert in Hochform

Krähenwinkel (kr). Offiziell aufgetreten in der Flughafenstadt war das Blasorchester der Stadt Langenhagen zuletzt mit einer kleineren Besetzung am Heiligabend gegenüber der Elisabethkirche beim traditionellen Weihnachtskonzert für das Langenhagener ECHO. Jetzt meldete sich das Orchester zurück und zwar mit geballter Kraft. Mit 54 Musikern bestritt die Formation im Dorfgemeinschaftshaus Krähenwinkel ihr schon mit Spannung erwartetes Stadtteilkonzert. Und es war schnell herauszuhören, dass die Musikanten nicht für einige Monate die Hände in den Schoß gelegt, sondern unter der Leitung ihres musikalischen Leiters Harald Sandmann intensiv geprobt haben. Dabei wurden nicht nur bewährte Titel aufgefrischt, sondern das bestehende umfangreiche Repertoire mit neuen attraktiven Stücken weiter ausgebaut. Zum Auftakt des Programms erklang der technisch sehr anspruchsvolle, 1908 uraufgeführte „Florentiner Marsch“, eine der schönsten Kompositionen des Tschechen Julius Fucik. Weiter ging es mit einem echten Kontrast: Zu hören waren Stücke des Italieners Ennio Morricone, der über 500 Filmmusiken schrieb. Die bekanntesten sind die aus dem Italo-Western-Genre. Sie sind nicht immer besonders sehenswert, durch Morricones Musik allerdings oft sehr hörenswert. Und da stehen zwei Streifen eindeutig an der Spitze: „Zwei glorreiche Halunken“ und das Epos „Spiel mir das Lied vom Tod“. Harald Sandmann machte es sichtlich Spaß, die immer noch aktuellen Melodien hautnah rüberzubringen. Mit „Frank Sinatra Hits Medley“ stellte das Blasorchester einen der neuen Beiträge vor. Mit seiner unnachahmlichen Stimme und dem besonderen Feeling schaffte es der Weltstar immer wieder, dass die von ihm gesungenen Kompositionen nur dann richtig klangen, wenn sie von ihm interpretiert wurden. Zu den Welthits zählten beim Konzert in Krähenwinkel die Titel „Cheek to Cheek“, „Everybody loves Somebody“, „I´ve got you under my Skin“ und „May Way“. Dass auch das Medley mit Titeln des unvergessenen Orchesterleiters James Last begeistert aufgenommen wurde, war natürlich keine Überraschung. Mit „Ein Lied kann eine Brücke sein“, unterstrich die Altsaxofonistin Corinna Fiedler auch ihre gesanglichen Qualitäten. Das Programm moderierte locker und informativ die Klarinettistin Melanie Vockeroth.
Das Blasorchester der Stadt Langenhagen präsentierte sich in Hochform. Souverän, präzise und sichtbar engagiert geleitet von Harald Sandmann. Ein toller Einstieg in die Konzertsaison 2016.
Zum Auftakt der Veranstaltung hatte Horst Waldfried, Chef im Dorfgemeinschaftshaus, mit gewohnt launigen Worten die Musiker und die vielen Besucher begrüßt und animiert, das in Eigenregie zubereitete Essensangebot – Bratwurst und Fischbrötchen - doch möglichst gut zu nutzen. Dahinter stand seine bereits in den Vorjahren praktizierte Idee, den Reinerlös und die Spenden der Gäste – der Eintritt war frei – für den Nachwuchs der Feuerwehr, des DRK und der DLRG zu nutzen.