Tontaubenschützen müssen umziehen

Der „teilerneuerte“ Vorstand des SV Kaltenweide sowie der erstmals gewählte Ehrenrat (Foto: D. Lange)

Jahreshauptversammlung der Kaltenweider Schützen

Kaltenweide (dl). Volle drei Stunden dauerte die Jahreshauptversammlung der Schützen in Kaltenweide. Gleich zu Beginn nahm Wolfgang Langrehr, Bürgermeister in Kaltenweide, den 63 stimmberechtigten Mitgliedern zumindest schon mal ihre Sorge über den Fortbestand des Schützenfestes an seinem angestammten Platz. Die Container für drei Schulklassen zur Behebung der akuten Raumnot in der Grundschule werden nun nicht, wie ursprünglich geplant, auf dem Zellerieplatz aufgestellt, sondern gegenüber der Verwaltungsstelle an der Stelle des dort befindlichem, nicht genutzten Kleinkinderspielplatz.Insgesamt dreizehn Tagesordnungspunkte inklusive der Wahlen zum neu eingerichteten Ehrenrat sowie zum geschäftsführenden und erweiterten Vorstand waren im Verlauf der Marathonsitzung abzuarbeiten. Daneben beanspruchte das Thema Auflösung des Wurfscheibenstands am Hastrasee einen Großteil der Aufmerksamkeit. Der Schießstand befindet sich auf jenem Gelände am oberen Ende des Wietzesees, das einst von der Jägerschaft Wedemark zu Übungszwecken eingerichtet und später vom SV Kaltenweide übernommen wurde. Der Eigentümer des Grundstücks, das benachbarte Kieswerk, hatte vor zwei Jahren Eigenbedarf angemeldet und infolgedessen den Pachtvertrag gekündigt. Das Jahr 2015 als Zeit des Übergang hat der Verein dazu genutzt, seine Gerätschaften dort inzwischen weitgehend abzubauen. Offen ist indes noch die Frage einer möglichen Umweltbelastung durch Munitionsrückstände, welche im Laufe der Jahre dort verschossen wurde. Zur Feststellung der tatsächlichen Belastung aufgrund einer vertragsgemäßen Nutzung als Schießstand wurde vom SV Kaltenweide ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben, aus dessen Ergebnis sich letztendlich auch der tatsächliche Aufwand und die Kosten einer Bodensanierung ableiten lässt. Strittig ist zur Zeit wohl noch die Frage nach den Zuständigkeiten der Sanierung. Im Haushalt 2016 wurde jedenfalls zur Deckung möglicherweise anfallender Sanierungskosten vorsorglich ein Betrag in fünfstelliger Höhe zur Rückstellung ausgewiesen. Ein „gelungener“ Einstand also gewissermaßen und eine anspruchsvolle Aufgabe zugleich für die neu gewählte Schatzmeisterin Jennifer Katz. Bis auf weiteres haben sich die Wurfscheibenschützen des SV Kaltenweide stundenweise auf dem Schießstand in Krelingen eingemietet, nahe des Autobahndreiecks Walsrode. Alles beim Alten bleibt es dagegen bei Sabine Letmathe, die das Amt der Schriftführerin weitere drei Jahre fortführen wird. Zum erweiterten Vorstand gehören künftig mit Wilfried Ohlendorf und Lars Köhler als neue Beisitzer, ebenso wie Lars Baumgarte als Fahnenträger, Sergej Ille als stellv. Fachwart Pistole und Katja Ohlendorf, die ihr Amt als Schatzmeisterin aufgab und dafür jetzt als Kassenprüferin tätig ist. Außerhalb des Vorstands wird sich künftig ein neu eingerichteter Ehrenrat als unabhängige Schiedsinstanz allen vereinsinternen Streitfällen annehmen und bestmöglich zu lösen versuchen. Mit Max Riedel als Obmann sowie Richard Friedrich und Heinz Wolkenauer als Beisitzer zur Unterstützung. Das Amt des Fachwartes Gewehr dagegen bleibt mangels Bewerber bis auf weiteres vakant.