Torregen nach Gewitter

Die beiden Teams kickten für "Teen Spirit Island". Foto. G. Gosewisch

Benefizspiel in Godshorn bringt Hannoversche Prominenz auf den Platz

Godshorn (gg). Gewitter und Sturzregen verhinderte zwar beim Benefiz-Fussballspiel der Traditionself Hannover 96 gegen die Mannschaft der Staatsoper Hannover den wahren Spielgenuss im Bernhard-Ryll-Sportzentrum Godshorn, konnte jedoch den guten Zweck im Hintergrund nicht erschüttern. Spenden sollten zu Gunsten der Therapiestation „Teen Spirit Island“ im Kinderkrankenhaus auf der Bult gesammelt werden. „Die regionale Wirtschaft hat uns phantastisch unterstützt, damit wir dieses Spiel durchführen können. Alle Einnahmen werden gespendet“, so die Begeisterung von Veranstalter Detlef Euscher. Der Vorsitzende des Kulturrings hat die Organisation ehrenamtlich geleitet und konnte sich auf mehr als 20 Helfer verlassen. Ortsbürgermeister Willi Minne war als Schirmherr des Benefizspiels vor Ort. Zum gelungenen Rahmen gehörten die musikalische Unterhaltung des Bläserkorps des Schützenvereins Godshorn sowie Versteigerungen von Trikots mit Unikat-Wert durch Spielersignierungen. Prominente Gäste hoben hier spendabel die Hand, überboten sich und erhielten den Zuschlag. Unternehmer und Geschäftsführer von Hannover 96 Martin Kind verschenkte sein ersteigertes Trikot an glückliche Vereinskinder. Der Intendant der Staatsoper Hannover Michael Klügel zog sein neues Trikot gleich an und bekam Beifall vom ehemaligen Messechef Sepp Heckmann, der es zuvor für einen guten Zuschlag zur Schau stellte. Erich Barke, Universität Hannover, hatte geselligen Spaß im Kreis mit dem ehemaligen niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche und Amalie von Schintling-Horny vom Kuratorium Teen Spirit Island. Gute Gespräche gab es auch am Infostand der Initiative zur Förderung der Therapieplätze im Kinderkrankenhaus auf der Bult. Amalie von Schintling-Horny erklärt: „Jede Gelegenheit ist wichtig, um auf Teen Spirit Island aufmerksam zu machen. Durch Spenden konnten zu den zwölf Therapieplätzen für Alkohol- und Drogenabhängige Jugendliche bis 18 Jahren noch weitere sechs Plätze geschaffen werden. Dort werden auch Jugendliche mit Internet- und Computersucht behandelt, ein Problem, das sich durch alle Bevölkerungsschichten zieht.“
Fußball gespielt wurde aber auch noch, wenngleich das Vergnügen durch die Gewitter-Unterbrechung kürzer war als gedacht. Kräftig gekickt wurde über eine halbe Stunde, in der sich die die Mannschaft der Staatsoper mit Mitarbeitern der verschiedenen Abteilungen wie Bühnentechnik, Schneiderei, Chor und Orchester verteidigen musste. Souverän siegte die Traditionself von Hannover 96 mit einem deutlichen 10:2, da half auch der Anstoß vom Intendanten der Staatsoper Hannover Michael Klügel nichts.