Tränenreicher Abschied

Lehrerin Isolde Krüger wurde an der Grundschule Engelbostel verabschiedet.

Isolde Krüger verlässt die Grundschule

Engelbostel. Da war er nun, der letzte Schultag – nicht nur für die Viertklässler, die nun mit etwas komischem Gefühl im Bauch, wie es die ersten bis dritten Klassen der Schule ihnen zum Abschied sangen, in ihre schulische Zukunft schauen, sondern auch für Isolde Krüger. "Die quirlige Lehrerin ist in Engelbostel und Schulenburg eine Institution, hat sie doch viele Jahre lang den Kindern sozusagen auf Augenhöhe die Liebe zum kreativen handwerklichen Gestalten vermittelt", berichtet Regine von der Haar seitens des Schulelternrates. Unzählige Laubsägearbeiten wurden unter ihrer Obhut gefertigt, Wollbommel mutierten in den Händen gut angeleiteter Kinder zu Eulen oder Augentieren, und gestickte Lesezeichen wurden den Eltern wie vor Jahrzehnten stolz überbracht. Das alles machte Isolde Krüger möglich, und so verwundert es nicht, dass es viele traurige Augen gab. Aber Kinder sehen das ja auch pragmatisch. Auf die Frage hin, ob er seine Lehrerin sehr vermissen wird, kam eine kindlich logische Antwort: „Naja, sie war ja auch schon lange hier, da darf sie dann ja auch gehen.“ Isolde Krügers liebevolle Hinwendung zu den Kindern der Grundschule Engelbostel endet zum Glück nicht ganz. „Ich mache bestimmt eine AG, so ganz ohne die Kinder geht es nicht, ich muss das sozusagen ausschleichen“, sagte sie lächelnd. Und da merkte man, dass ihr der Abschied, den sie schon einmal zugunsten der Schule aufgeschoben hatte, nicht leicht fällt. Ideen für den Ruhestand hat sie genug – aber Kolleginnen und Kinder müssen halt immer noch sein.