Traum mit Spielraum ist realisiert

Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky (von links), Bürgermeister Mirko Heuer und die Hortleiterin Frauke Brusche zerschneiden das Einweihungsband und übergeben das Haus damit der Öffentlichkeit und seinen Benutzern. (Foto: D. Lange)

Kinderhaus in Kaltenweide eingeweiht

Kaltenweide (dl). Es ist vollbracht. So wie ein Neubau mit dem symbolischen ersten Spatenstich beginnt, so endet er nach Fertigstellung, wie jetzt das Kinderhaus in Kaltenweide, mit der offiziellen Einweihung und Inbetriebnahme. Ab sofort finden die vier Hortgruppen zu je 20 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren in ihrem neuen Kinderhaus an der Zellerie zwischen Kita und Grundschule ganz viel Spielraum vor. Die Gruppen tragen Namen wie Weiher, Moor, Mühlen und Glocken und nehmen damit Bezug auf ihre unmittelbare Umgebung. Das zweigeschossige Gebäude mit Aufzug bietet mit seiner Fertigstellung stufenlose und damit barrierefreie Zugänge zum Gebäude, ein behindertengerechtes WC, einen separaten Hausaufgabenraum, breite Türen und helle, lichtdurchflutete Flure sowie vier Gruppenräume, zwei von ihnen im Erdgeschoss und zwei im Obergeschoss. Ganz sicher werden sich die Horties auch über einen Billard- und einen Krökeltisch freuen und natürlich über ihren 75 Quadratmeter großen Tobe-, Kletter- und Bewegungsraum. Betreut werden die Kinder in den vier Gruppen von je zwei Pädagogen. Hinzu kommt eine Hausaufgabenhilfe. Für die Hortleiterin Frauke Brusche geht mit der Inbetriebnahme des Hauses eine Vision und ein Traum in Erfüllung, auf den sie lange hingearbeitet hat. Zwar musste die für Anfang dieses Jahres geplante Fertigstellung aufgrund witterungsbedingter Einflüsse noch einmal verschoben werden, dafür blieb der ursprüngliche Kostenrahmen von 3,46 Millionen Euro im Plan. Auftretende Kostensteigerungen während der Bauphase in einzelnen Gewerken wurden durch entsprechende Modifikationen und niedrigere Kosten in anderen Bereichen, aber auch mit Hilfe eines eingeplanten Puffers ausgeglichen. Zwei der Gruppen, die bisher in den Containern hinter der Feuerwehr untergebracht waren sowie je eine Gruppe aus der Schule und eine aus der Kita sind in das neue Haus umgezogen. Das neue Kinderhaus mit seinen 80 Hortplätzen wird mit seiner Inbetriebnahme, was die Bedarfslage bei den Hortplätzen in Kaltenweide betrifft, zunächst für Entspannung sorgen, so die Leiterin des Jugendamtes, Heidi von der Ah. „Andererseits haben sich die Prognosen hinsichtlich einer rückläufigen Nachfrage nach Kita-Plätzen bisher nicht bestätigt.Vielmehr erwarten wir steigende Geburtenzahlen in den kommenden Jahren“. Man wird also davon ausgehen können, das es infolgedessen weiterhin einen offenen Bedarf an Hortplätzen in Kaltenweide geben wird.