Trillerpfeife und Megaphon haben ausgedient

Stefan Otte verlässt sich bei der Badeaufsicht auf sein Fachkräfte-Team. (Foto: G. Gosewisch)

Stefan Otte erklärt moderne Bademeister-Aufgaben

Godshorn (gg). Verärgert waren vor einigen Tagen einige Badegäste im Freibad, denn sie vermissten die Präsenz der Badeaufsicht. „Da schaut keiner auf das Wasser, die stehen irgendwo rum!“, so der Tenor der Beschwerde, die Stefan Otte, Geschäftsführer der Hallenfreibad GmbH, erreichte. „Der Irrtum ergab sich wohl, weil an diesem Tag die Badeaufsicht optisch nicht optimal zu erkennen war“, klärt Stefan Otte auf. Das Team trägt Caps mit der Aufschrift Badeaufsicht. Erlaubt ist bei hohen Temperaturen, das Shirt auszuziehen. Die Damen unter den Badeaufsehern behalten, logischerweise, das Shirt an. „Auf der Rückseite der Shirts ist ebenfalls der Schriftzug Badeaufsicht, doch ein Mädel aus dem Team hat lange Haare, die den Schriftzug verdeckten“, fährt Stefan Otte fort. Die Sicherheit der Badegäste sei für sein Team höchstes Gebot. „Ich teile die Schichten so ein, dass mindestens eine Fachkraft vor Ort ist, Aushilfen kommen dazu, wenn besonders viele Badegäste zu erwarten sind. Aber auch die Aushilfen sind geprüfte Rettungsschwimmer und in der Rettungstätigkeit geschult“, sagt er. Gerade weil er Fachkräfte im Team hat und die zudem über langjährige Erfahrung verfügen, laufe die Badeaufsicht anders, als noch vor 30 Jahren. „Trillerpfeife und Megaphon haben ausgedient. Das ganze Berufsbild des Bademeisters hat sich geändert. Es geht darum, die Lage im Griff zu haben. Meine Mitarbeiter können vieles auch aus den Augenwinkeln beurteilen, das müssen sie auch, denn sie sorgen nicht nur für Sicherheit beim Schwimmen, sondern auch für erweiterten Service“, erklärt er. Gewährleistet werde für die Besucher optimale Sportausübung, Schwimmausbildung, unbeschwerte Freizeitgestaltung und damit gesunde Erholung. Stefan Otte betont, dass die im Vergleich zum Lister Bad ruhige Atmosphäre im Godshorner Freibad nicht von ungefähr kommt. „Gruppen, die Stress machen, greifen wir schon am Eingang auf“, sagt er. An Tagen mit extremem Besucherandrang habe er auch schon den Service von MBL-Security gebucht – Sicherheitskärfte, die gezielt die Liegewiese und die Umkleide bewacht haben. Stefan Otte appelliert an die Vernunft der Badegäste: „Wer es darauf anlegt, hierhier kommt und testet, wie viele Minuten er eine Aufsicht sieht oder nicht sieht, kann das so oder so auslegen. Die Sicherheit der Badegäste ist jedenfalls gegeben, da braucht sich keiner Sorgen zu machen.“