Tristesse soll grüne Vertikale bekommen

Einzig Schilder und Pfosten galten bisher als möglich auf der Walsroder Straße. Mit der Sanierungsmaßnahme sollen Bäume gepflanzt werden. (Foto: G. Gosewisch)

Baumpflanzung im Sanierungsgebiet möglich

Langenhagen (gg). Belebter und hübscher soll es im Sanierungsgebiet Walsroder Straße und Pferdemarkt werden, so das Ziel des bekannten Konzeptes, das für Investitionen finanzielle Hilfen bietet. Gebaut wird deshalb in absehbarer Zeit an Straßen im Umfeld: für die Bahnhofstraße und den Bahnhofsplatz an der Karl-Kellner-Straße gibt es Ausbaupläne. In der jüngsten Sitzung des Sanierungsbeirates gab es Informationen zu einer möglichen Baumpflanzung auf der Walsroder Straße. Sonja Griebenow vom beauftragten Landschaftsarchitektur-Büro Linnea aus Hannover zeigte Standorte auf, die bisher wegen Leitungsschächten im Untergrund als „nicht machbar“ galten. Ihrem Plädoyer für „vertikales Grün“ schloss sich der Beirat einstimmig an. Genau das habe immer gefehlt. Birgit Karrasch, in der Stadtverwaltung zuständig für die Grünplanung, sagte: „Das ist revolutionär!“ Sie erinnerte daran, dass die Walsroder Straße historisch betrachtet mal eine Allee war. In den 60er und 70er Jahren sei der Leitungs- und Straßenbau über alles gestellt worden, die alten Bäume seien entsprechend gefällt worden, ohne Ersatz. Das Ergebnis sei seit dem spürbar: Die stickige und aufgeheizte Luft schrecke ab. Birgit Karrasch ergänzte: „Nun können die Fehler von früher wiedergutgemacht werden.“ Für den Zustand der vorhandenen Beete zwischen den Parkplätzen kündigte sie Verbesserungen an. Runder Kies wird als Verdunstungsschutz aufgeschüttet, darunter sollen Frühjahrsblüher und Staudenmischungen gesetzt werden, die in jeder Jahreszeit schöne Blüten hervorbringen sollen.
Ob Veränderungen in der Einzelhandelsstruktur möglich sind, prüften externe Planer eingehend. Ein sogenanntes Geschäftsstraßenmanagement wurde eingerichtet: Martin Karsten kümmert sich um die Gewerbebetriebe im Sanierungsgebiet und hat bereits für Aktionen, wie der Weihnachtsdekoration, kleine finanzielle Hilfen gegeben. Entwickelt wurde zudem das Logo „Alte Mitte, Traditionell. Herzlich. Langenhagen.“, mit dem an das Ursprüngliche erinnert werden soll, denn die Wiege der Stadt Langenhagen liegt, historisch betrachtet, in diesem Bereich.