Türme, Röhren und viele Bäume

Stephanie Hecht (stehend von links), Petra Rade-Friedrich, Anna Bondarenko und Angelika Liebrecht präsentieren die Ergebnisse der Kinder. (Foto: G. Gosewisch)

Auftakt der Spielleitplanung Wiesenau und Brink

Langenhagen (gg). Was Kinder im Stadtteil Wiesenau und Brink wichtig finden, ist nun in einem Projekt an der Adolf-Reichwein-Schule erarbeitet worden. Hintergrund ist ein Ratsbeschluss von Anfang Februar diesen Jahres, nach dem eine Spielleitplanung für Langenhagen erprobt werden soll. Innerhalb der Stadtverwaltung arbeitet dabei der Fachbereich Planen und Bauen mit dem Fachbereich Jugend zusammen und bekommt Unterstützung durch eine externe Moderation. Insgesamt 9.000 Euro beträgt das Budget für dieses Projekt. Der erste Ergebnis-Baustein wurde nun präsentiert: 18 Kinder der zweiten und dritten Klassen der Adolf-Reichwein-Schule in der Hackethalstraße im Stadtteil Wiesenau haben sich unter Anleitung der Moderatorin Angelika Liebrecht und Petra Rade-Friedrich, Leiterin Freizeit an der Adolf-Reichwein-Schule, Gedanken gemacht, was sie sich in ihrer Umgebung wünschen und was anders werden soll. Gemeinsam sind sie dafür eine Route im Stadtteil abgelaufen, die sie selber ausgearbeitet haben. Dafür klebten sie Punkte, die ihre Wohnorte markieren, auf die Straßenkarte und verknüpften die dann. Einig waren sich die Kinder, dass es mehr Raum zum Spielen geben sollte. Sie wünschen sich mehr Grünflächen und Bäume in den Straßenzügen, der Brinker Park reiche nicht aus. Parkende Autos auf Fußwegen wurden ebenso negativ quittiert wie Müll in unübersichtlichen Ecken. „Jugendliche brauchen einen eigenen Aufenthaltsplatz“, so die Meinung aller Kinder, die sich auf den vorhandenen Spielplätzen an der Liebigstraße und im Brinker Park von Älteren verdrängt fühlen. Klettern und Verstecken-Spielen ist wichtig, das wurde anhand der Spielplatz-Modelle deutlich, die die Kinder mit Knete, Pappe und allerlei Bastelmaterial gebaut haben: Türme, Röhren, romantische beleuchtete Plätze oder Windräder – an kreativen Ideen fehlte es nicht. Die nehmen Stephanie Hecht vom Fachdienst Stadtgrün und Anna Bondarenko vom Fachdienst Kinder und Jugend als Ergebnis-Baustein auf und werden weitere Projekte anbieten, darunter eine Ferienpass-Aktion, eine Aktion in der Kita Emmaus und eine in der Brinker Schule.