TV-Produktion um Langenhagener Bienen

ZDF Moderator Dirk Steffens (r.) zu Gast beim Imkerverein Langenhagen im Eichenpark. Siegfried Neske (links) erklärte die Bienenhaltung.Foto: G. Gosewisch

Imkerverein zeigt erfolgreiche Bienenhaltung für eine ZDF-Sendung

Langenhagen (gg). Wenn 28 Bienenstöcke in der Mitte eines Stadtparks neben einem Kinderspielplatz erfolgreich bewirtschaftet werden, ist das offensichtlich für die neue ZDF-Wissens-Sendung „Natürlich Steffen“ ein interessantes Thema. Die Kölner TV-Produktionsfirma Sunset erstellte daher im Langenhagener Eichenpark am Alten Wasserturm auf dem Gelände des Imkervereins Langenhagen Hannover-Land einen Beitrag und Bildmaterial für das neue Format. Der Vorsitzende des Imkervereins, Siegfried Neske, erklärte viel Wissenswertes zum Thema Bienenhaltung und zeigte die Arbeit vor Ort. „Im Juni besteht ein Volk aus etwa 60 Tausend Bienen, in dieser Zeit sind sie am stärksten.“, erklärt er und weist auf die Aktivität. Noch nie hat es Probleme oder Beschwerden von den Passanten im Eichenpark in Bezug auf die Bienen gegeben. „Sie haben nichts anderes vor, als möglichst effektiv Nektar zu sammeln, das ist ihr genetisches Programm. Man sieht hier, dass sie vom Stock aus in bevorzugte Richtungen schwärmen. Die Menschen gehören nicht dazu.“, so seine Aufklärung. Stolz ist man im Imkerverein über die Königinnenzucht, so genannte Reinzuchten aus nicht-aggressiven Stämmen. Kein Problem war daher auch die Arbeit des Kamerateams in unmittelbarer Nähe zu den Beuten, die umgangssprachlich die Bienenstöcke sind. Es sind die Rekordleistungen der Bienen, die den Menschen faszinieren und daher auch spannend für TV-Produktion sind, da ist sich Carsten Meyer aus dem Imkerverein sicher: „Man hat Hochachtung vor der Natur, wenn man sieht, wie ein Bienenvolk funktioniert. Alleine die Überwinterung ist faszinierend: Das Volk sitzt in einer Traube mit zehn Tausend Bienen und organisiert aktiv eine Temperaturkontrolle von 34° Celsius obwohl die Umgebungstemperatur weit unter Null ist. Da fragt man sich einfach, wie die das machen. Wenn man anfängt, Fachliteratur zu lesen, hört man gar nicht mehr auf, weil die Bienenhaltung mit vielen Naturwundern behaftet ist.“ Die Bienenhaltung steht unter immer größeren Anforderungen. Dauerthema ist die Bekämpfung einer Milbe, die über Versuche mit der asiatischen Biene nach Europa eingeschleppt worden ist. „Die asiatische Biene wird mit der Milbe fertig. Diese Völker beißen die Milben im Stock kaputt und räumen sie aus. Die europäische Biene kann das nicht und geht zu Grunde, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Nur die europäische Biene kommt mit dem Klima hier zurecht, die asiatische Biene kann hier nicht leben.“, erklärt Siegfried Neske. Schlagworte wie Bienenknappheit besonders im Obstbau und Bienensterben relativiert er als Fachmann: „Es gibt Maßnahmen, die die Bienenvölker schützen. Hygienemaßnahmen sind oberstes Gebot, die sollte jeder Imker sorgfältig und fachgerecht anwenden.“ Der Imkerverein am Alten Wasserturm im Eichenpark ist offen für Anfragen und Besucher. Auch Bienenpatenschaften sind möglich, über die im Jahresverlauf alles Wissenswerte rund um die Bienenhaltung und die Honiggewinnung vermittelt wird. Kontakt unter www.imkerlvhannover.de.