Über Krähenwinkel zur WM in Portugal

Im Krähenwinkeler Sand ging's richtig zur Sache.Foto: C. Borschel

Trainingslager: Beachsoccer-DFB-gastierte beim TSV KK

Krähenwinkel (bo). Wer die besten Fußballer Deutschlands sehen möchte, der muss dafür nicht extra nach München oder Dortmund reisen - manchmal reicht es schon, den Weg nach Kaltenweide einzuschlagen. So auch am Wochenende, als sich Deutschlands Beachsoccer-Elite zum Trainingslager auf der Sportanlage des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide zusammenfand, um sich den letzten Schliff für die bevorstehenden Aufgaben zu holen. Mit 17 Mann waren die DFB-Jungs aus Düsseldorf, München, Hamburg und ganz Deutschland zusammengekommen, um gemeinsam zu trainieren. "Es ist das erste Mal, dass wir uns hier in Krähenwinkel treffen und ich muss sagen, dass die Bedingungen nicht besser hätten sein können, freut sich Oliver Romrig, Kapitän der Beachsoccer-Nationalmannschaft. Der Standort Krähenwinkel sei nicht nur wegen der gepflegten und den internationalen Ansprüchen genügenden Sand-Anlage sehr gut geeignet. Auch aus logistischer Sicht biete sich der Langenhagener Ortsteil bestens an. "Seit einem Jahr gibt es einen festen Ligabetrieb im Beachsoccer. Derzeit mit zwölf Teams. Da bleibt nicht viel Zeit, in der Nationalmannschaft zu trainieren, deswegen brauchen wir einen zentralen Anfahrtsweg- so wie er hier ist", erklärt Romrig. Hergestellt hat den Kontakt zum Verein Johannes Plecksnies, der Mitglied beim TSV KK ist und als Mitglied beim Niedersächsischen Fußballverband ein Praktikum beim DFB gemacht hat. Als er von den logistischen Problemen hörte, fiel ihm sofort sein Heimatverein ein. Gemeinsam mit Fabian Pigors machte er Nägel mit Köpfen und lud das DFB-Team ein.
Die Ziele, die sich die Männer gesteckt haben, sind ambitioniert. Zunächst will man sich für Euro-Olympics qualifizieren. "Bei dem Turnier möchten wir unter die besten acht Mannschaften kommen, um dann die Superfinals zu spielen", erklärt Romrig. Mit den Beachsoccer-Größen aus Portugal, Russland, Italien, Spanien und - man mag es kaum für möglich halten - der Schweiz wird sich der DFB-Tross auch bei dem nächsten großen Ziel messen müssen. Der WM-Qualifikation für Portugal 2015. "Das wird natürlich besonders schwierig, denn von den 34 teilnehmenden Mannschaften qualifizieren sich nur vier aus Europa. Da sind wir mit Sicherheit nicht die Favoriten, aber natürlich geben wir alles für diesen Traum". Absolute Fitness und eine sehr gute Technik sind die Grundvoraussetzung für diese Pläne. Und wer weiß: Vielleicht hat der TSV KK-Sandplatz in wenigen Monaten ein Stück zur WM-Teilnahme beitragen können.