Überlegener Sieg von Wild Chief

Küsschen von Verona Pooth für Alexander Pietsch, den Siegjockey von Wild Chief im „Großen Audi Q7 Preis des Audi Zentrums Hannover“. (Foto: galoppfoto.de)

Audi-Ascot-Renntag mit vielen Promis am Rand

Langenhagen. Modisch gekleidete Gäste und schicke Hüte prägten den vierten Saisonrenntag auf der Neuen Bult, der trotz des wechselhaften Wetters von 7.400 Zuschauern besucht wurde. Stargast des Tages war Werbe-Ikone Verona Pooth, die mit Charme und Eleganz zwei Hut-Wettbewerbe moderierte. Den „Lady Elegance-Wettbewerb“ gewann Astrid Kribgans vor Antje Battersby und Carola Rau mit Hündin Daisy. Beim Kinderhut-Wettbewerb war der gesamte Absattelring mit Kindern gefüllt, die ihre selbstgebastelten Hutbedeckungen präsentierten. Bei den Autogrammstunden mit Verona Pooth, Timothy Boldt, Tanja Tischewitsch und Paul Janke gab es lange Schlangen, die vier erfüllten selbstverständlich auch alle Selfie-Wünsche.
Sieger im „Großen Audi Q7 Preis des Audi Zentrums Hannover“, dem mit 70.000 Euro dotierten sportlichen Höhepunkt, wurde in überlegener Manier Wild Chief. Der von Jens Hirschberger in Mülheim an der Ruhr für den Stall Fürstenhof trainierte Hengst ließ den Gegnern in dieser Prüfung der Gruppe II keine Chance. Platz zwei belegte Felician, Dritter war Vorjahressieger Red Dubawi. Siegjockey Alexander Pietsch sprach von einem Bilderbuch-Rennverlauf. „Wir hatten wenig Mühe, er ist ein richtig gutes Pferd.“
Das zweite rennsportliche Highlight war der „Große Preis von meravis“, ein Listenrennen für drei Jahre alte Stuten über 2.000 Meter. Die Favoritin Holy Moly wird nicht nur von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainiert, sie gehört dem Trainer auch. Jockey Eduardo Pedroza musste sich mächtig anstrengen, um den Sieg vor der Außenseiterin Bravo Girl unter Dach und Fach zu bringen. Dritte wurde die von Paul Harley auf der Neuen Bult trainierte North Sea.
Die Veranstaltung begann mit einer Besonderheit, denn in der „Audi Zentrum Hannover-Trophy“ gab es mit Eleodoro und Short Cut gleich zwei Sieger. Beide Pferde waren im Ziel nicht voneinander zu trennen, so dass auf „totes Rennen“ entschieden wurde.
Den ersten Heimsieg gab es im zweiten Rennen des Tages, dem „Preis der Deutschen Bank Hannover“, durch den von Paul Harley trainierten Angel Moon.
Im folgenden „Rennen der Staatsoper Hannover“ für Zweijährige kam es zu einem überlegenen Erfolg für die von Hans-Jürgen Gröschel gesattelte Debütantin Shy Witch, die sich alles andere als schüchtern präsentierte und die aus großen Rennställen des Landes aufgebotene Konkurrenz vom letzten Platz kommend locker hinter sich ließ.
Neue-Bult-Jockey Wladimir Panov wurde später dank Abbey zum Doppelsieger. Weitere Jockeys mit zwei Siegen waren an diesem Renntag Francisco Franco da Silva (mit Short Cut und Risalto) und Champion Adrie de Vries (gewann neben Angel Moon auch mit Neuenburger).
Der Umsatz in den zehn Rennen betrug 209.190,99 Euro.
Der nächste Renntag ist am Mittwoch, dem 19. August. Es handelt sich um eine After-Work-Veranstaltung.