Übung bei Reemtsma durchgeführt

Amoniak-Leck mittels Übungsnebel dargestellt

Langenhagen. Nun stand für die ehrenamtlichen Einsätzkräfte der Ortsfeuerwehr eine Zugübung auf dem Dienstplan. Mit dem Alarm einer ausgelösten Brandmeldeanlage rückten alle Fahrzeuge nach und nach in Richtung Imhoffstraße zur Firma Reemtsma aus. Dort hatte eine Ammoniak Warnanlage ausgelöst - so das Szenario.
Einsatzleiter Kai Dietrich erkundete die Lage und konnte durch den Leitstand der Anlage bereits einen regungslosen Mitarbeiter in der betroffenen Halle erkennen, zwei weitere Personen wurden vermisst. Das austretende Ammoniak war durch eingesetzten Übungsnebel realitätsnah dargestellt. Dietrich ließ sofort einen Atemschutztrupp zur Menschenrettung in die Halle vorgehen. Ausserhalb richteten die übrigen Einsatzkräfte aufgrund der Gefahrgutlage einen Sperrbereich ein, ließen weitere Trupps mit Chemikalienschutzanzügen ausrüsten und bauten einen Löschangriff sowie eine Dekontaminierungsstelle auf.
Durch die eingesetzten Atemschutztrupps wurden erste Messungen vorgenommen, die Gefahrstoffdatenbank im Einsatzleitwagen lieferte nützliche Informationen zur Gefahrenabwehr. Im weiteren Verlauf der Übung wurde das ausgemachte Leck an dem Ammoniaktank abgedichtet sowie die Halle belüftet. Insgesamt waren fünf Trupps unter Atemschutz und in Schutzanzügen im Einsatz. Die beiden Zugführer Karsten Patz sowie Marcel Hofmann hatten die Übung vorbereitet und waren mit dem Ergebnis zufrieden, die Ziele wurden allesamt abgearbeitet. Die Firma Reemtsma hatte für alle Feuerwehrmänner als Dankeschön eine kleine Stärkung parat - so der Bericht von Christian Hasse.