Übung nah an der Realität

Die Statisten winkten noch kurz, bevor die IGS-Übung begann. (Foto: G. Gosewisch)

IGS-Sanitäter schockten Passanten

Langenhagen (gg). „Ein Bus auf dem Gehweg, drei Kinder überfahren und viele Insassen verletzt.“ Von diesem Szenario der IGS-Sanitätsübung an der Konrad-Adenauer-Straße waren einige Passanten gehörig geschockt. Zudem waren die Statisten professionell geschminkt. Platzwunden und offene Knochenbrüche waren zu sehen, hergestellt aus Theaterblut und passenden Plastikstücken. Dafür war Jennifer Janik von den Johannitern am Werk, sie begleitet zahlreiche Übungen im Jahr. An der IGS hatte sie besondere Bewunderer, denn die 15 Fünftklässler, die die Statistenrolle übernommen hatten, waren begeistert vom täuschend echten Schminkresultat. Einen ganzen Bus zur Verfügung zu haben, war zudem ein Spaß für die Schüler. Möglich war dies durch die guten Absprachen zwischen Johannitern und der Feuerwehr Engelbostel, denn Feuerwehrmann Rudolf Schweidler hat bei seinem Arbeitgeber regiobus für die gute Sache ein Wort eingelegt und das okay für die Übung bekommen. 25 IGS-Schüler der Jahrgänge neun und zehn gehören der Sanitäts-AG an. Sie übten die Erstversorgung und die geordnete Abarbeitung bei der Bergung der Verletzten. Prüfenden Blick darauf hatten die IGS-Lehrer Antje Kaps und Jens Aschenbrenner, die die Sanitäts-AG leiten. Unterstützung bekamen sie aus dem Schulsekretariat, denn Mitarbeiterin Rebecca von Wick ist seit eh und je für die Johanniter tätig. Nur wenige Minuten dauerte die Übung. Besorgte Passanten wurden sofort beruhigt. Andreas von Wick, stellvertretender Zugführer bei den Johannitern im Nordhannoverschen Ortsverband, erklärte die Situation und bat um Verständnis.