Umweltbildung im Freien in Szene gesetzt

Schüler erproben, welche Reisestrecke mit einem halben Kilogramm CO2-Verbrauch kombiniert ist. (Foto: S. Matthias)

Schüler des Gymnasiums reflektieren Konsumverhalten

Langenhagen. Zusammen mit ihrer Politiklehrerin Stephanie Matthias und mit Eckhard Steinmüller vom Verein Janun (Region Hannover "Jugend Aktionsnetzwerk Umwelt und Natur") waren die Schüler der Klasse 8D des Gymnasium auf Klimatour. Grundlegende Fragen zu Beginn der Führung rund um das CCL waren "Was ist überhaupt Klima?" und "Was bedeutet Klimaveränderung?". Bei der Führung sollte auch der Frage nachgegangen werde, wie sich das Handeln jedes Einzelnen auf das Klima auswirkt. Besonders der CO2-Ausstoß stand im Mittelpunkt der Führung. Die Schüler erfuhren, dass derzeit in Deutschland von jeder Person elf Tonnen dieses Treibhausgases ausgestoßen werden und der Wert auf zwei Tonnen reduziert werden soll. An verschiedenen Stationen zu den Themen Verkehrsmittel, Ernährung und Bekleidung wurden den Jugendlichen dann verdeutlicht, wie viel CO2 produziert wird und an welchen Stellen etwas eingespart werden kann. Beeindruckend fanden die Schüler, welche Streckenlänge mit einen halben Kilogramm CO2 mit Bus, Zug, Flugzeug oder PKW gereist werden kann. Das ein vollbesetzter Bus das klimafreundlichste Verkehrsmittel vor der Bahn war, hatte kaum einer vermutet.
An der Station Ernährung ging es um die Entstehung von CO2 bei der Nahrungsmittelproduktion. Und nach den Informationen, die die Gymnasiasten erhielten, überlegten sie schon, ob es dann nicht sinnvoll ist, beispielsweise weniger Fleisch zu essen und auf mehr Gemüse und Obst, besonders aus regionaler Herkunft zu setzen. Die letzte Station zeigte die Reise einer Jeans von der Baumwollproduktion über den Verkauf in hiesigen Läden bis zum Recycling in Ghana. Die Klimabelastung so einer Jeans erstaunte die Schüler sehr, vor allem als sie hörten, dass im Durchschnitt ein deutscher Kunde pro Jahr 40 Kleidungsstücke und somit 14 Kilogramm kauft, was als "absolut weltmeisterlich" einzuschätzen sei, wie Eckhard Steinmüller betonte. "Die Schüler folgten den Ausführungen sehr interessiert und gingen nach dieser Doppelstunde wieder nachdenklich zurück, unter diesen Aspekten hatten viele ihr Verhalten noch nicht betrachtet", so die Zusammenfassung von Edda Skowronek, Lehrerin am Gymnasium.