Ungeahnte Schrierigkeiten in Paris

Beeindruckende historische Orte bot Paris beim IGS-Schüleraustausch bei strahlendem Wetter.

IGS-Schüler erlebten Alltag nach dem Terror

Langenhagen. In der vergangenen Woche sind 21 Schüler (Jahrgänge zehn und elf) im Rahmen des IGS-Schüleraustausches nach Paris gereist. Die Gruppe konnte dabei erleben, was es heißt in eine Stadt zu reisen, in der aufgrund der Terroranschläge immer noch der Ausnahmezustand verhängt ist. Sie mussten an Kontrollpunkten ihre Taschen vorzeigen, durch Scanner gehen und auch in der Metro möglichst getrennt fahren, um nicht als Gruppe sichtbar zu sein.
Die betreuenden Lehrerinnen Isabel Wagemann-Steidel und Sabine Hofknecht wurden mehrmals in schmerzhaften Erinnerungsgespräche mit der Angst vor Ort konfrontiert. "Es gibt viel weniger Touristen in Paris, dafür mehr kampfbereites Militär und Sicherheitspersonal", so ihr Eindruck.
Die Schüler haben sich in ihren Gastfamilien in der Banlieue Parisienne im Umfeld von der kleineren Stadt Savigny-sur-Orge wohl gefühlt - 20 Kilometer außerhalb der Stadt erscheint vieles ruhiger und beschaulicher als im Stadtzentrum der Zwölf-Millionen-Metropole. Der gemeinsame Aufstieg zum Eiffelturm, zu Fuß zur zweiten Etage, gehörte zu einem der Höhepunkte für die Jugendlichen. Ebenso der Gang durch viele kleine Geheimgassen, die die Lehrerinnen aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung mit dieser Stadt kannten. Der Unterricht am ersten Tag im fast 3000 Schüler großen "Lycée J.B. Corot" zeigte den Schülern, dass Unterrichten in Frankreich vor allem durch intensives Mitschreiben gekennzeichnet ist und weniger durch kooperatives Lernen. Für den Sommer gibt es Verabredungen zum Wiedersehen. Der seit 1994 bestehende Austausch beider Schulen soll im nächsten Jahr weitergeführt werden.