Ungewöhnliche Rettungsaktion gelang

Mit entschlossenem Blick wartete die Ente im Blumenkasten bis auch das fünfte Küken geschlüpft war. (Foto: J. Kühne)

Enten schlüpften im Balkonkasten im fünften Stock

Langenhagen (gg). „Fünf kleine Enten haben heute das Nest im fünften Obergeschoss verlassen“, meldet ECHO-Leser Joachim Kühne. Kaum zu glauben, aber so geschehen: Eine Ente hatte sich ein Nest in einem Balkon-Blumenkasten an der Konrad-Adenauer-Straße gebaut, Eier gelegt und erfolgreich ausgebrütet.
Eigentlich nutzt Mario Wytynniak seinen Balkon, der zu seiner Wohnung im fünften Stock gehört, sehr gerne. Beim Anblick der entschlossenen Entenmutter nahm er aber gerne Rücksicht und überließ ihr das Terrain. Anders als ihr war ihm von vornherein klar, dass der erste Spaziergang der Küken mit einem Todessturz hätte enden können. Unterstützung fand Mario Woytynniak bei seinem Nachbarn Joachim Kühne, gemeinsam suchten sie nach einer Lösung für die Misere. „Wir wussten, dass die Küken üblicherweise 24 Stunden nach dem Schlüpfen das Nest verlassen. Also haben wir entsprechend geholfen“, sagt Joachim Kühne. Zur rechten Zeit nahmen sie die Küken aus dem Nest und setzten sie in einen Korb. Die Ente beobachtete das zunächst vom Dach aus. So schnell es ging, brachte Mario Woytynniak den Korb in den Hof – das dauerte etwas länger als geplant, weil der Fahrstuhl defekt war. Unten angekommen piepsten die Küken so deutlich, dass sich die Ente umgehend einfand. Joachim Kühne berichtet zum Happy End: „Im Garten vergewisserte sich die Entenmutter, ob die Familie komplett ist. Dann folgte sie Mario Woytynniak, der den Korb samt Küken über die Konrad-Adenauer-Straße, über den Schulhof der IGS und dann in den Stadtpark trug. Am Zulauf zum See durften die Kleinen den Korb verlassen und folgten der Mutter bis zum See, teils schwimmend, teils watschelnd.“