Universal bereitet Bauchschmerzen

Unsicherheit bei EDC bleibt auch nach Demonstration

Langenhagen (ok). Die Unsicherheit bleibt nach wie vor, obwohl Betreibsversammlung und Demonstration nach Aussage von Peter Döring, stellvertretender Vorsitzender bei EDC, sehr gut verlaufen seien. Aber: „Mehr als einen guten Job machen können wir nicht“, sagt Peter Döring, stellvertretender Betreibsratsvorsitzender. Von Seiten der Geschäftsführung sei die Ansage gekommen, den Großkunden Universal nicht zu verärgern. Aber gerade dieser Großkunde ist es, der der Belegschaft so arge Bauchschmerzen und schlaflose Nächte bereitet. Rund 300 Menschen protestierten am Mittwoch am hannoverschen Steintor und protestierten gegen den drohenden Abbau von etwa 1.000 Arbeitsplätzen an der Emil-Berliner-Straße, aus Langenhagen waren sechs Busse gekommen. Die Industriegewerkschaft BCE appellierte an den EDC-Mutterkonzern EDCI, an den Hauptkunden Universal und auch an den möglichen Käufer Perusa, den Standort zu sichern. Profitgier dürfe nicht auf Kosten der Arbeitsplätze gehen. Scharfe Kritik übten die Gewerkschaften vor allen Dingen an Universal. Der Konzern hatte das Werk in Langenhagen vor fünf Jahren verkauft und dabei den jetzt gültigen Vertrag ausgehandelt Jetzt soll das Unternehmen bei einem Eigentümerwechsel aber große Preisnachlässe und geringere Abnehmermengen gefordert haben. Großen Rückhalt spüren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Reihen der Politik – so haben sich zum Beispiel sowohl der Landtagsabgeordnete Marco Brunotte als auch die Bundestagsabgeordnete Caren Marks (beide SPD) als auch Bürgemeister Friedhelm Fischer und der Grünen-Abgeordnete Marco Kurz solidarisch mit der Belegschaft erklärt. Der Münchner Investor Perusa, möglicher Käufer des CD-Werkes in Langenhagen, würde wohl gern der Einladung der Landesregierung an einen Runden Tisch folgen; von Universal habe es aber bisher weder ein „Ja“ noch ein „Nein“ zu diesem Thema gegeben.