Unsicherheit ist überwunden

Scorpi hat Bauchweh. (Foto: D. Lange)

Tag der offenen Tür in der Paracelsus-Klinik am Silbersee

Langenhagen (dl). Das Insolvenz-Verfahren in Eigenverwaltung um die Paracelsus-Klinikgruppe steht kurz vor einem für die Mitarbeiter als für die Patienten erfreulichen Abschluss. Neuer Eigentümer des Klinikverbunds wird die familiengeführte Beteiligungsholding Porterhouse Group AG aus der Schweiz, die, so heißt es, an einem langfristigen Investment interessiert sei. Ende vergangenen Jahres hatte der Paracelsus-Konzern seine Zahlungsunfähigkeit angezeigt, seitdem lief die Suche nach einem neuen Investor. Dabei ging es nicht ohne den Abbau von 400 Stellen bisher, denn einige Kliniken hatten in ihren Bilanzen zuvor bereits tiefrote Zahlen geschrieben, was schlussendlich zur Insolvenz des ganzen Konzerns führte. Auch wenn das Haus in Langenhagen gesund war, so kostete die Insolvenz dennoch Vertrauen auf Seiten der Patienten, aber auch auf Seiten der Beschäftigten. Diese Phase der Unsicherheit ist nun überwunden, demnächst werden die letzten Verträge unterschrieben sein und auch der Name wird erhalten bleiben. So war der Tag der offenen Tür in der Klinik am Silbersee mit ihren 200 Mitarbeitern natürlich nicht nur eine Gelegenheit zur Selbstdarstellung, sondern in erster Linie als vertrauensbildende Maßnahme zu werten. Darüber hinaus bot sich die Möglichkeit für die Besucher, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu sehen, wie ein Krankenhaus funktioniert und arbeitet. So wurden sie Zeuge einer Live-Darmspiegelung,besichtigten den OP-Saal sowie einen Rettungswagen von innen. Informative Fachvorträge und Beratungsangebote der Kooperationspartner zu medizinischen Fragen rundeten das Programm des Tages ab. Ein anschauliches Beispiel dessen, was in einem Krankenhaus buchstäblich lebenswichtig ist, bekamen die Besucher zum Thema Desinfektion vor der Besichtigung des OP-Saals vor Augen geführt. Was im häuslichen Umfeld vielleicht noch tolerierbar wäre, kann sich in einer Klinik schnell zu einem ernsthaften Problem ausweiten. Die Rede ist von Keimen aller Art, die sich beispielsweise über offene OP-Wunden oder infizierte Hilfsmittel mit verheerender Wirkung ausbreiten können. Es liegt daher auf der Hand, dass diesem Problemfeld die größte Aufmerksamkeit zuteil wird.