Unterkunft für Flüchtlinge gesucht

Juliane Stahl (links) und Marion Kellner erklären den Aufruf des Integrationsbeirates. (Foto: G. Gosewisch)

Integrationsbeirat bittet um Hilfe und Anteilnahme

Langenhagen (gg). Angesichts der aktuell steigenden Zahl der Asylbewerber wendet sich der Integrationsbeirat mit einem Aufruf zur Hilfe und Anteilnahme an die Öffentlichkeit. „Unterkünfte stehen nicht ausreichend zur Verfügung“, erklärt Beiratsmitglied Marion Kellner im Gespräch mit dem ECHO.
Abzusehen war diese Situation seit Wochen. Bereits im Herbst hatte Doris Lange, in der Verwaltung zuständig für die Asylbewerber, gemeinsam mit Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch in einer Sitzung des Sozial-Ausschusses geschildert, dass zwar Bemühungen zur Anmietung geeigneter Wohnungen laufen, diese aber keine Lösung bringen, weil der Wohnungsmarkt leer sei. Zudem gestalte sich eine sinnvolle Planung nach wie vor sehr schwierig. Pressesprecherin Juliane Stahl erklärt: „Die Region Hannover nennt den beteiligten Kommunen pro Quartal, wie viele Personen diese angesichts der zu erwartenden Flüchtlinge in ihrer Stadt unterbringen müssen. Diese Zahl ist ein Richtwert, der sich auf keinen konkreten Zeitraum bezieht. Das heißt, dass sich die zu Quartalsbeginn einer Kommune genannte Zahl jederzeit ändern kann.“
61 Flüchtlinge sind im dritten Quartal 2013 nach Langenhagen gekommen. Wie viele Flüchtlinge im vierten Quartal kamen, konnte bis Redaktionsschluss nicht geklärt werden. Einige von ihnen konnten bei Familienangehörigen unterkommen. „Die Flüchtlinge, die ohne familiäre Bindung nach Langenhagen gekommen sind, konnte die Verwaltung bisher in städtischem Wohnraum unterbringen“, bestätigt Juliane Stahl. Falls sich kein weiterer zu mietender Wohnraum findet, müssten die Asylsuchenden in Hotels oder Pensionen untergebracht werden, die die Verwaltung dann buchen müsste.
Auf einem guten Weg ist die geplante Unterkunft für Asylsuchende in Godshorn. Rund 20 Bewohner könnte ein Haus aufnehmen, das von der KSG aufgekauft wurde und saniert wird. Ein entsprechender Mietvertrag mit der Stadt ist bereits geschlossen worden. Bis die Sanierung dort abgeschlossen ist und das Haus bezugsfertig ist, werden jedoch noch einige Monate vergehen.
Was aus Sicht des Integrationsbeirates bleibt, ist der Aufruf mit der christlichen Botschaft, seinem Nächsten zu helfen. „Es gibt sicherlich frei stehende Einliegerwohnungen oder Zimmer als abgeschlossene Wohneinheit. Wir wünschen uns, dass sich die Eigentümer melden, damit die Flüchtlinge Unterkunft und idealerweise auch die Chance zur Integration bekommen“, erklärt Marion Kellner. Sie versichert, dass die Mitglieder des Integrationsbeirates bei Sprachproblemen behilflich sein können. Interessierte melden sich bei der Stadtverwaltung: Telefon (0511) 73 07 0.