Urlaub vom Alltag bei den Johannitern

Jennifer Rihm ist Koordinatorin in der Kleiderkammer. (Foto: Johanniter/Bettina Martin)

Jennifer Rihm engagiert sich ehrenamtlich

Langenhagen. Als im Sommer 2015 viele Flüchtlinge nach Langenhagen kamen, wollte Jennifer Rihm helfen und meldete sich bei den Johannitern. „So habe ich mein Ehrenamt in der Kleiderkammer angefangen“, sagt die heute 49-Jährige. Mittlerweile arbeitet sie hauptamtlich bei den Johannitern und koordiniert den Einsatz der Ehrenamtlichen in der Kleiderkammer. Rund 30 Aktive helfen bei der Annahme der Spenden, beim Sortieren, Waschen und Ausgeben. „Sie sind verschieden, wollen aber alle anpacken und den Menschen etwas zurückgeben“, sagt Jennifer Rihm. Sie selbst ist seit einem Jahr zusätzlich ehrenamtliches Mitglied des Einsatzzuges im Katastrophenschutz der Johanniter in Langenhagen. Sie hat eine Ausbildung als Sanitätshelferin absolviert und fährt seitdem regelmäßig mit auf Sanitätsdienste wie dem auf der Wirtschaftsmesse Wedemark oder engagiert sich bei Einsätzen im Bevölkerungsschutz, wie Bombenräumungen oder der Verpflegung von Einsatzkräften bei Bränden. „Ich war immer ehrenamtlich aktiv, schon seit meiner Schulzeit“, erzählt sie. In der Kirche, später als Lesemutti im Kindergarten und mehr. Sie schätzt besonders den Teamgeist bei den Johannitern und das spontane Reagieren auf neue Situationen. „Das macht einfach Spaß“, sagt Jennifer Rihm. Und: „Es gibt für jeden eine Möglichkeit, sich bei den Johannitern einzubringen, es muss nicht zwingend im medizinischen Bereich sein.“ So können Helfer zum Beispiel bei Sanitätsdiensten in der Patientenaufnahme arbeiten oder sich in den Bereichen Technik, Logistik, Betreuung oder Verpflegung engagieren – je nach Lebens- oder Berufserfahrung oder Interesse.
Die Zeit können sich die Ehrenamtlichen frei einteilen. Für Jennifer Rihm ist es wichtig, an den Übungsabenden teilzunehmen. Hier bilden sich die Helfer fort, lernen und üben zusammen, tauschen sich aus, lernen einander kennen. Wie eine große Familie. Darüber hinaus entscheiden die Freiwilligen selbst, an welchen Diensten sie teilnehmen möchten und wie sie ihre Zeit dafür investieren. Jennifer Rihm schätzt diese Zeit. „Im Grunde ist es wie ein Mini-Urlaub vom Alltag, in dem ich mich völlig auf etwas anderes konzentriere und neue Dinge erlebe.“