Ursprünglich nur acht Einfamilienhäuser geplant

Freuen sich über die positive Entwicklung des Weiherfeldes: der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Grabowsky (von links), EL-Geschäftsführer Jens Monsen sowie seine Mitarbeiterinnen Annette Krüger und Aileen Deterding. (Foto: O. Krebs)

Entwicklungsgesellschaft Langenhagen (EL) feiert ihr 20-jähriges Bestehen

Langenhagen (ok). 20 Jahre Entwicklungsgesellschaft Langenhagen – die EL wurde genau am 12. Juni 1997 gegründet – sind natürlich unmittelbar mit 20 Jahre Weiherfeld verknüpft. Ein wahre Erfolgsgeschichte. Ein paar Zahlen der beiden vergangenen Jahrzehnte: 1.235 Grundstückskaufverträge, 470.000 Quadratmeter Netto-Baulandfläche und Einnahmen von insgesamt 73 Millionen Euro. Jens Monsen, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft (EL): „1.077 Kinder haben wir über das Baukindergeld – 4.000 Euro pro Kind – gefördert. Insgesamt eine Summe von 4,3 Millionen Euro.“
Begonnen hatte alles 1995 mit einer Kalkulations- und Machbarkeitsprognose, die dem Rat vom damaligen Wirtschaftsförderer Ulrich Jonas vorgelegt worden war. Etwa eine Million Euro Defizit sei damals eingeplant gewesen. Und auch ein städtebaulicher Wettbewerb lief. Ursprünglich war überwiegend Geschosswohnungsbau vorgesehen; lediglich von acht Einfamilienhäusern war die Rede. Ein Konzept, dass mit einem Regierungswechsel von SPD zur CDU nach einem schleppenden Beginn des Absatzes komplett über den Haufen geworden worden ist.
Mittlerweile wohnen 5.139 Neubürger im Weiherfeld (Stand 31. Dezember 2016). Zusammen mit den 3.600 Alt-Kaltenweidern wohnen jetzt fast 9.000 Menschen im nördlichsten Ortsteil Langenhagens. Die zweimeisten nach der Kernstadt in der Flughafenstadt. Im Einzelnen: 1.219 sind im Alter bis zu 13 Jahren; 339 14 bis 17 Jahre alt; 3.045 im Alter bis zu 59 Jahren und 486 älter als 60. Die Entwicklungsgesellschaft (EL) konzentriert sich jetzt auf das Baugebiet Dorfstraße in Engelbostel und Schulenburg, aber auch im Weiherfeld steht noch ein großes Projekt an: Ende des Jahres soll Baubeginn für 72 Wohneinheiten hinter dem REWE-Markt sein, wo zusätzlich ein fünfgeschossiges Geschäftshaus am Kaltenweider Platz entsteht. Eine Idee, die schon seit mehreren Jahren realisiert werden soll. Jetzt soll die Baugenehmigung bald vorliegen. Und was die umstrittene Erweiterung Weiherfeld-Ost angeht? Dort ist nach Auskunft Monsens lediglich erst einmal Flächenbevorratung für die zukünftige Entwicklung. Aktuell geschehe dort nichts.