Vehement für den Erhalt

Engelbostel (gg). Wenn Worte wie „eingeschränkte Leistungen“ oder „Tante-Emma-Laden“ in der aktuellen öffentlichen Diskussion um den Erhalt der Verwaltungsstellen in den vier Ortsteilen Kaltenweide, Engelbostel, Schulenburg und Godshorn fallen, ist für Gudrun Mennecke, Ortsbürgermeisterin Engelbostel, die Linie der Sachlichkeit überschritten: „Ich ärgere mich sehr darüber, denn es stimmt nicht, und es setzt die Arbeit der Mitarbeiter vor Ort herab.“ Sie betont, dass in den Verwaltungsstellen in den Ortschaften dieselben Leistungen wie im Bürgerbüro im Rathaus angeboten werden, mit einer Ausnahme, die Kfz-Angelegenheiten. Menneckes Ortsbürgermeister-Büro liegt Tür an Tür mit der Verwaltungsstelle im Dorfgemeinschaftshaus an der Kreuzwippe. Eine wertvolle Routine sei es, dass die Anmietung der Remise mit persönlichem Kontakt läuft. „Unmittelbar nach den Veranstaltungen wird geprüft, ob alles heile geblieben ist und ob der Raum im ordnungsgemäßen Zustand abgegeben wird. Das Gebäude ist gerade erst umfangreich saniert worden. Es ist alles neu und schön, so soll es auch bleiben“, sagt sie. Vehement will sich Gudrun Mennecke für den Erhalt der Verwaltungsstelle einsetzen, wohl wissend, dass ihre Parteikollegen im Rat etwas anderes durchsetzen wollen. Man darf gespannt sein. „In einigen Tagen wissen wir mehr“, sagt Mennecke mit Blick auf die nächste SPD-Fraktions-Sitzung.
Inzwischen hat die Stadtverwaltung Zahlen zu den im Bürgerbüro und in den Verwaltungsstellen erfassten Vorgängen für den Zeitraum Januar bis Oktober 2012 veröffentlicht; mit dem deutlichen Hinweis, dass die nicht repräsentativ sind, jedoch einen Eindruck vermitteln. Die Anzahl der erfassten Vorgänge im Zeitraum Januar bis Oktober 2012: im Bürgerbüro 10.514, in der Verwaltungsstelle Engelbostel 213, in der Verwaltungsstelle Godshorn 177, in der Verwaltungsstelle Kaltenweide 298 und in der Verwaltungsstelle Schulenburg 83.