Verdienste um das Quarter Horse

Reinhard Rekers mit dem Hengst Double RR Olena bei der täglichen Arbeit im Stall an der Grenzheide. (Foto: G. Gosewisch)

Auszeichnung „Hall of Fame“ für Reinhard Rekers

Langenhagen (gg). In jedem Jahr wird deutschlandweit nur eine Person in die „Hall of Fame“ des Deutschen Quarter-Horse-Verbands (DQHA) aufgenommen. Der Langenhagener Reinhard Rekers gehört nun dazu. Der Verband hat ihn geehrt als eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um die Quarter Horses verdient gemacht hat. Reinhard Rekers hat dies in drei Bereichen erfüllt, in Bezug auf sportliche Erfolge, in Bezug auf die Zucht und in Bezug auf die Ausbildung. Seit rund 30 Jahren hat der gebürtige Westfale nun bereits sein Herz an die Quarter Horses verloren, hat in Hellendorf beim noch gut bekannten Ausbilder Jochen Risse das Westernreiten kennengelernt. Der Reitsport war Reinhard Rekers nicht fremd, er hat zuvor seine Tochter unterstützt, die im klassischen Dressurreiten an Turnieren teilgenommen hat. Zur Western-Reitweise sagt er: „Die leichte, lockere und lässige Art und der partnerschaftliche Umgang mit dem Pferd haben mich begeistert. Die Rasse bietet einfach alles, sowohl im Sport, in der Freizeit und mit der Familie - sie sind einfach Alleskönner, das vielseitigste Pferd für mich.“ Engagiert nahm er an Turnieren der Sparte Westernreiten teil. „Zwangsläufig kam bei mir dann auch der Wunsch auf, ein Pferd dieser besonderen Rasse, nämlich ein American Quarter Horse zu besitzen. So habe ich im Jahr 1993 aus der Buckskin-Dear-Linie `Mr. JB Dear` als Fohlen gekauft, ausgebildet und neben meinen damaligen Vollblütern geritten. Wir waren vier Mal für die World Show in Oklahoma qualifiziert. Er wird heute noch von meiner Tochter und Enkeltochter geritten, wir nennen ihn Arnold, wegen seiner Muskelpakete, die an Schwarzenegger erinnern.“ Europaweit bekannt ist auch der Deckhengst Double RR Olena (von Olena San Badger), einer der wenigen Elitehengste der DQHA. Er ist ebenso in Langenhagen im Stall an der Grenzheide zu finden wie der Hengst `Double A Dash for Cash`. Reinhard Rekers war 15 Mal Landesmeister Reining und „Western Riding“. In den Disziplinen „Working Cow“ und „Western Riding“ war er in den Jahren 2000 und 2002 Deutscher Meister.
Zum Geheimnis seines Erfolgs sagt der 59-Jährige: „Ich habe immer genauer hingeschaut, wenn ich auf Turnieren oder im Training Reiter und Pferde gesehen habe, die besonders gut waren.“ Mit großer innerer Ruhe und Professionalität arbeite er mit den Pferden, so die Beobachtung aus seinem Umfeld. Vor gut zehn Jahren wurde Reinhard Rekers zum DQHA-Professional-Horseman ernannt, es gibt nur 18 Ausbilder dieser Stufe in Europa.
Als Vorsitzender führt er die DQHA-Regionalgruppe-Nord rund 20 Jahre lang, hat sich für Ausbildungsprogramme für Jugendliche, Einsteiger und Amateure starkgemacht. Auch der Freizeit- und Breitensport wurde gefördert, „Trail Rides“ und Workshops in allen Disziplinen wurden durchgeführt. Etwas kürzer treten will Reinhard Rekers nun schon, will seinen Vorsitz in der Regionalgruppe Nord an Jüngere abgeben. Doch viel unterwegs sein, wird er dennoch. „Wo es passt, gebe ich Unterricht“, sagt Rekers, früherer Leiter einer Papiergroßhandlung, zu seinem Unruhestand.