Verdienter Doppelsieg für Sandra Auffahrt

Hochklassigen Sport gab es auch in diesem Jahr wieder in Twenge zu sehen.Foto: D. Lange

29. Internationales Vielseitigkeitsturnier in Twenge

Twenge (dl). Das Vielseitigkeitsturnier in Twenge war auch in diesem Jahr wieder mit den Olympiateilnehmern Peter Thomsen, Andreas Dibowski, Dirk Schrade und Sandra Auffahrt sportlich hochklassig besetzt. Einzig die Mannschaftsolympiasiegerin von London 2012, Sandra Auffahrt, konnte beim international gut besetzten und sportlich anspruchsvollen 29.Vielseitigkeitsturnier am Wochenende in Twenge ihrer Favoritenrolle gerecht werden und entschied beide Qualifikationen des dreitägigen Turniers für sich. Mit ihrem Pferd The Blue Fronter gewann sie die Prüfungen CIC** um die Milford Trophy/Großer Preis der Stadt Langenhagen und auf Kilian die Prüfungen CIC*/Preis des Juwelier Mauck. In der 2 Sterne-Prüfung CIC** gingen die Plätze 2 und 3 an Andreas Dibowski auf Hans Dampf 2 und Josefa Sommer auf Henry. In der 1 Sterne-Prüfung CIC*, Abteilung 1, belegte Sanna Siltakorpi aus Finnland Rang 2 mit ihrem Pferd Bofey Bridge und Platz 3 ging an Julia Krajewski auf Samourai du Thot. Die zweite Abteilung der CIC* Prüfung ging an Claas Hermann Romeike und war gleichzeitig auch das Finale des CDV-Cups der Landesmeister Junioren und junge Reiter. Den Cup gewann Katja Meinecke auf Abington vor Andrea Heckelmann auf Lütte Deern und Friederike Paradies auf Arnika. In der Landesmeisterschaft Junioren holte sich Verena Baumgärtner auf Charly die Goldmedaille und bei den jungen Reitern Stephanie Böhe auf Lecklin Champaix. Zusätzlich gab es noch den Madeleine Winter-Schulze-Nachwuchsförderpreis zu vergeben und der ging an den jüngsten platzierten Teilnehmer in der CIC* Prüfung, Gesa Staas auf Donja. Auf dem sportlich anspruchsvollen und 3,37 Kilometer langen Geländeparcours mussten Pferd und Reiter am Sonntag insgesamt 23 Hindernisse überwinden. Trotz guter äüßerer Bedingungen- es war trocken und auch die Sonne ließ sich häufiger mal sehen- war dieser Teil der Vielseitigkeitsprüfungen von etlichen Verweigerungen und einigen Stürzen geprägt, einer davon leider mit tragischen Verlauf. "Herr Poitzmann", das Pferd von Bernd Backhaus stürzte und verletzte sich so, dass es nicht mehr aufstehen konnte. Es wurde umgehend in die Tierärztliche Hochschule gebracht, wo es später allerdings eingeschläfert werden musste. Auf Wunsch des Reiters, der unverletzt blieb und seines Teams wurde dieser Vorfall vom Veranstalter bis nach der Siegerehrung äußerst diskret behandelt. „Unser ganzes Mitgefühl gilt dem Reiter und seiner Familie, die ein geliebtes Pferd verloren haben“,sagte der Veranstalter und Turnierleiter, Marc Dennis Münkel. „Wir werden im Interesse des Vielseitigkeitssports und im Interesse der Pferde das Geschehen ganz genau untersuchen. Die Strecke, das bestätigten uns viele Reiter nach ihrem Ritt, war sportlich, aber fair und der Klasse entsprechend“.